Archive for: Juni, 1998
Faschistoide Phantasmen
Botho Strauß, Deutschlands meistgespielter Theaterautor der Gegenwart. Von Brigitta Huhnke, erschienen in DISS-Journal 1 (1998) In der Kultur kündigen restaurative Tendenzen schon lange vorher an, was viel später erst im politischen Diskurs mündet. Diese These des amerikanischen Politologen Murray Edelman belegt kein anderer so umfassend wie Botho Strauß, Deutschlands meistgespielter […]
‚Politische Kontrolle von Forschung?‘
Von Jobst Paul, erschienen in DISS-Journal 1 (1998)1 Stellen wir uns vor: Bei einer Institutseinweihung verkündet der Chef eines deutschen Forschungsverbands, dem jährlich fast 2 Milliarden DM Steuergelder zufließen, die Forschung werde künftig Artikel 1 des Grundgesetzes mißachten. Kein Fall für den Verfassungsschutz? – Dem DFG-Präsidenten Prof. Frühwald zumindest ist […]
Wir sind das Original
Wie die Rechten die Hamburger Senatswahl beurteilen. Von Helmut Kellershohn, erschienen in DISS-Journal 1 (1998) Nach der Wahl in Hamburg hat angesichts der Ergebnisse auch im rechtsextremen Lager das Nachdenken über die weiteren Perspektiven begonnen. Die Republikaner hatten die Focussierung des Hamburger Wahlkampfs auf das Thema Innere Sicherheit mit zwiespältigen […]
„Ausländer und Deutsche gefährlich fremd“
… meint der Spiegel. Von Siegfried Jäger, erschienen in DISS-Journal 1 (1998) Mit diesem Titel (vom 14.4.97) wollte DER SPIEGEL „Das Scheitern der multikulturellen Gesellschaft“ verkünden. Doch er verkündet keine Wahrheiten, sondern trägt zum – offenbar gewünschten – Scheitern einer solchen durch eben diesen Titel bei. Folgt man der hier […]
Tödliche Mahlzeit
Warum die Dinosaurier ausgestorben sind. Von Ursula Kreft, erschienen in DISS-Journal 1 (1998) Hach, war das ein gemütliches Leben in der frühen Kreide: Colesterin war unbekannt, man aß, was einem schmeckte, stapfte lustig durch lauwarme Sümpfe und ahnte nicht, wozu gewisse Säuger mit Laptops fähig sind. 100 Millionen Jahre später […]
Kriminaltango
Von Hans Uske, erschienen in DISS-Journal 1 (1998). „Nachts auf Deutschlands Straßen. Es vergeht keine Minute ohne Einbruch, Diebstahl, Vergewaltigung. Nachts auf Deutschlands Straßen. Die Täter haben nichts zu befürchten. Sie betrinken sich in ihren Kneipen, laufen offen durch die Nacht, urinieren gegen Hauswände. Nachts auf Deutschlands Straßen. Alle schweigen, […]