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Ökotechnokratie

 

›Smarte Ökologie‹

Von Guido Arnold

So wie es (geplant) ist, kann es nicht bleiben. Die weltweit ergriffenen und angestrebten Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels reichen schlicht nicht aus. Die Energiewende verläuft nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) weltweit viel zu langsam. Mit den derzeitigen Plänen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen gelänge der Weltgemeinschaft bis zum Jahr 2050 gerade einmal eine Verringerung von 40 Prozent (statt der im Pariser Abkommen von 2015 geplanten 100%). Dies würde den globalen Temperaturanstieg bis Ende des Jahrhunderts im günstigen Szenario auf 2,1 Grad begrenzen. Im ungünstigen Fall berechnen die Wissenschaftler*innen eine Erwärmung um 2,6 Grad im Vergleich zu vorindustrieller Zeit, mit womöglich katastrophalen Folgen.1 Um das eigentlich angestrebte 1,5-Grad-Ziel noch halten zu können, müsste die Welt die jährlichen Treibhausgas-Emissionen in den nächsten acht Jahren halbieren.

Noch nie seit Beginn der Industrialisierung wurde so viel Kohlendioxid in der Atmosphäre nachgewiesen wie im vergangenen Jahr. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr sei sogar noch höher ausgefallen als die durchschnittliche Zunahme in den vergangenen zehn Jahren, so die Weltorganisation für Meteorologie.2 Die Verlangsamung der Wirtschaftsaktivitäten durch die Corona-Pandemie war nur ein kurzzeitiger Effekt und ist längst durch einen deutlichen Wiederanstieg der Treibhausgasemission in der Atmosphäre kompensiert.

Der Klimawandel ist übrigens eine Begriffsfindung der US-Republikaner*innen – dazu gedacht, den menschlichen Einfluss auf die Erderwärmung zu verharmlosen. Diese Tradition scheint sich fortzusetzen angesichts der aktuell zahlreichen Versuche mehrerer Öl und Kohle fördernder Staaten, auf weniger dramatische Darstellungen im neuen UN-Klimareport IPPC hinzuwirken.3

Viele Länder schieben den dringend notwendigen, konsequenten Klimaschutz so weit wie möglich in die Zukunft und arbeiten stattdessen an positiver Klima-PR. Wirtschaftsförderung und Klimapolitik divergieren aktuell so stark wie nie zuvor. Weltweit werden jedes Jahr Subventionen für Kohle, Öl und Gas in Höhe von 5,9 Billionen US-Dollar (6,8 Prozent der jährlichen weltweiten Wirtschaftsleistung) an Unternehmen sowie Konsument*innen gezahlt. Die Subventionen für fossile Energieträger in Deutschland sind laut IWF mit 70 Milliarden Euro pro Jahr (1,9 Prozent der Wirtschaftsleistung) noch immer sehr hoch.4 Der weltweit steigende Energiehunger in Wirtschaft und Gesellschaft und seine Sättigung mit fossiler Energieerzeugung gelten als Hauptursache für steigende CO2-Emissionen.

Und noch ein bemerkenswerter Fakt, der zeigt, wie wenig verstehend und wie ordnungspolitisch beschränkt die Sicht vieler Regierungen auf die Klimakrise ist: Die Staaten, die am meisten Treibhausgase ausstoßen, bereiten sich am intensivsten darauf vor, künftige Fluchtbewegungen abzuwehren. Im Verhältnis zu den dort getätigten Investitionen wird der Klimaschutz geradezu vernachlässigt. Eine Studie des Transnational Institute (TNI) in Amsterdam zeigt, dass sieben der größten Treibhausgas-Emittenten der Welt heute im Schnitt 2,3-mal so viel für die Aufrüstung der Grenzen ausgeben wie für Klimaschutz. Das stärkste Missverhältnis weise demnach Kanada auf, das heute jährlich 15-mal mehr für die Grenzaufrüstung als für den Klimaschutz ausgibt (1,5 Milliarden gegenüber rund 100 Millionen US-Dollar), gefolgt von Australien, (13,5-mal mehr; 2,7 Milliarden zu 200 Millionen US-Dollar) und den USA (11-mal mehr; 19,6 gegenüber 1,8 Milliarden US-Dollar).5

Zweifelhafte Versprechen

Technologiegläubigen verspricht die Industrie zukünftig neue Techniken zur Reduktion der CO2-Emmisionen. Unter anderem soll eine Digitalisierung sämtlicher Lebensprozesse über Big-Data-Techniken und mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) neue Energie-Effizienzpotenziale entdecken, die zum zentralen Baustein für die Lösungen des Klimaproblems erklärt werden. Dabei hat gerade die Informationstechnik mit ihrer Rechen,-Speicher- und Netzhardware einen immensen Energiebedarf. Dessen Bereitstellung verbraucht schon jetzt ein Zehntel des weltweit erzeugten Stroms und ist damit für fast vier Prozent des weltweiten CO2 Ausstoßes verantwortlich – nahezu doppelt so viel wie der weltweite Flugverkehr. Für den rasanten Anstieg dieses Ressourcenverbrauchs sind weniger die Milliarden Tablets, PCs und Smartphones verantwortlich, sondern vor allem die Cloud- und Streamingdienste sowie besonders rechenintensive KI-Anwendungen. Ein massiver Zuwachs dieses Stromverbrauchs ist zu erwarten, wenn zukünftig über das ‚Internet der Dinge‘ die 5G-vernetzte Kommunikation von Maschine zu Maschine (wie z.B. zwischen autonom fahrenden Autos) exponentiell ansteigt.

Die Digitalisierung vergrößert dabei nicht nur unseren energetischen sondern auch den materiellen Fußabdruck. Ein Smartphone von 150 Gramm erfordert einen Rohstoffeinsatz von 183 kg. Darunter seltene Erden, die unter ausbeuterischen und extrem umweltzerstörerischen Bedingungen gewonnen werden.

Die als zentrales Instrument zur Bekämpfung der Klimakrise ausgelobten digitalen Technologien verstärken unsere ökologischen Probleme. Das Grundmuster der herrschafts- und profitorientierten ›Technokratie-Falle‹ ist in allen der im Folgenden diskutierten technologischen Innovationen ähnlich:

Technologie-zentrierte Antworten befeuern das Technologie-induzierte Problem des wachsenden Energiehungers. Sie sind damit viel mehr Teil des Problems als dessen Lösung. Statt die Ursachen der Zerstörung des Planeten anzuerkennen und radikal anzugehen, werden ›fortschrittsblind‹ und ›solutionistisch‹ Technologien hochgehalten, die (vergeblich) versuchen, die Konsequenzen eines begrünten Weiter-wie-bisher einzuhegen.

Geoengineering

Besonders eindrücklich versinnbildlichen riesige CO2-Staubsauger des Startups Climeworks der ETH Zürich das Dilemma der Technokratie: Die Anlage, die aussieht wie eine Wand von neben- und übereinander aufgereihten Raketentriebwerken, soll das CO2-Problem lösen, indem sie das klimaschädliche Gas aus der Luft filtert.6 Insbesondere China und Japan machen sich für diese Technologie stark, durch die der Ausstoß von CO2 gebunden, statt zukünftig verhindert werden soll. Damit verbunden ist jedoch ein beträchtliches Energieproblem: Denn um auch nur ein Prozent des jährlichen, weltweiten CO2-Ausstoßes aus der Luft zu filtern, bräuchte es 250.000 dieser Pilotanlagen. Deren Betrieb fräße so viel Strom wie alle bundesdeutschen Haushalte zusammen. Je Tonne ausgefiltertes CO2 verursacht die Anlage neue 300 Kilogramm CO2-Äquivalente7.

Viele erinnern sich vermutlich an die Olympischen Sommerspiele in China 2008. Um Sport bei sonnigem Wetter zu garantieren, sollten Wolken rund um Peking mit Silberjodid beschossen und so zum vorzeitigen Abregnen stimuliert werden. Auch ohne Olympiade sind in China mehrere Tausend Artilleriekanonen und Raketenwerfer zur Regenerzeugung im Einsatz – ein jährlich 100 Millionen Dollar teures Programm zur technokratischen Wetterbeeinflussung. Die Technik des Wolkenimpfens ist bereits Jahrzehnte alt. In der Regel soll damit Regen in Gegenden erzeugt werden, wo Wasser dringend benötigt wird. Das klingt fast ökologisch – bei umstrittenem Erfolg und unerforschten Nebenwirkungen. Obwohl sich insbesondere größere Wolken nicht beeinflussen lassen, suggeriert das militärisch-meteorologische Programm Kontrolle über ein Phänomen, welches symbolhaft für schicksalhafte Unkontrolliertheit steht.

Eine vergleichbare Vision steckt hinter dem sogenannten Solar-Geoengineering8 zur technologischen Bekämpfung der Erderwärmung. Statt Wolken aufzulösen wird hier umgekehrt versucht, eine Art künstlichen Sonnenschutz für die Atmosphäre zu installieren. Wie bei einem Vulkanausbruch sollen Schwefelteilchen (nun per Flugzeug) in die Stratosphäre gebracht werden. Die Partikel reflektieren einen Teil des einfallenden Sonnenlichts zurück in den Weltraum und dadurch kommt weniger Wärmestrahlung am Erdboden an. An dieser Art der Kühlung mit weitgehend unbekanntem Einfluss auf Menschen, Pflanzen- und Tierwelt arbeitet man nicht nur in China. Auf ein gravierendes Problem der Methode weisen Simulationen schon jetzt hin: Im globalen Mittel würde es weniger Niederschlag geben. Es könnte zu größeren Dürren kommen oder bestehende Dürren verstärken.

Digitaler Energiehunger lässt sich nicht ‚wegvirtualisieren‘

Die Virtualisierung von digitalen Anwendungen in der cloud macht ihren ökologischen Fußabdruck zwar für die Nutzer*in unsichtbar, dennoch ist dieser ganz real, hoch und weiter steigend. Serverfarmen so groß wie 100 Fußballfelder verbrauchen für den Rechnerbetrieb und deren Kühlung mehr Strom als eine Stadt mit mehreren Hunderttausend Einwohner*innen. Der wichtigste Energieträger für diesen beträchtlichen Stromhunger ist immer noch die Kohle.9 Das einstündige Videostreaming über youtube verbraucht über die involvierte Server- und Netzinfrastruktur so viel Strom, wie die halbstündige Nutzung der Heizplatte eines E-Herds. Mit Zoom, Tiktok und zukünftig Facebooks Metaverse werden die ausgetauschten Inhalte immer voluminöser und deren Übertragung trotz energiesparender Rechnerarchitekturen immer energieintensiver.

»Wenn wir uns überlegen, dass der weltweite Datenverkehr jedes Jahr um 25 Prozent ansteigt, dann müssen wir ganz offensichtlich dringend darüber nachdenken, welche Inhalte wir über die Netzwerke schicken«, sagt Zeynep Kahraman-Clause (Projekt-Managerin der französischen Umweltorganisation The Shift Project10). Die Digitalisierung wirkt als »Brandbeschleuniger von Wachstumsmustern, die planetarische Leitplanken durchbrechen«11.

Der sogenannte Rebound-Effekt ist das eigentliche Problem: Die steigende Energieeffizienz neuer digitaler Technologien führt eben nicht dazu, dass weniger Strom verbraucht wird. Ganz im Gegenteil: Die Möglichkeiten werden immer komplett ausgereizt; der Gesamtstromverbrauch steigt über mehr Endgeräte, mehr Vernetzung, mehr Datenvolumen an. Der Rebound-Effekt ist seit 150 Jahren bekannt: Dem britischen Ökonomen William Stanley Jevons war 1865 aufgefallen, dass die Dampfmaschine von James Watt zwar effizienter Kohle verbrannte als zuvor, aber damit die Industrialisierung erst richtig Fahrt aufnahm. Trotz der sparsameren Maschinen wurde so insgesamt deutlich mehr Energie verbraucht.

Zusätzlich sorgt bei einem Großteil der digitalen Hardware vor allem die Produktionsphase für eine schlechte Umweltbilanz. Knapp die Hälfte der Emissionen entsteht bei der Herstellung. Bei einem Smartphone ist die Energiebilanz besonders verheerend: Bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von nur zwei Jahren verbraucht die Herstellung des Geräts 90 Prozent des gesamten Energiebedarfs dieses Smartphones. Der (kurze) Betrieb macht lediglich 10 Prozent des Verbrauchs aus.

Stromhungrige KI soll das Klimaproblem lösen

Bezogen auf den Energiebedarf der KI errechnete eine Studie der University of Massachusetts Amherst12, dass der CO2-Fußabdruck für das Training eines einzigen modernen »neuronalen Netzes« (einer derzeit besonders erfolgversprechenden Art »künstlich-intelligenter« Algorithmen) dem fünffachen CO2-Fußabdruck des Lebenszyklus‘ eines Kraftfahrzeugs inklusive seines Verbrauchs entspricht. Oder anders verglichen: Anstelle eines KI-Trainings kann man über 300mal von San Francisco nach New York und zurück fliegen.

Die Wissenschaftler*innen des MIT betrachteten dabei KI-Modelle aus der Verarbeitung natürlicher Sprache. Für eine einzelne Berechnung eines sogenannten Deep-Learning-Modells (einer populären Variante künstlicher neuronaler Netze) sind die Stromkosten vergleichsweise gering. Viel Energie verbraucht jedoch das Einstellen optimaler Parameter. Da es sich um ein hochdimensionales Optimierungsproblem mit vielen verschiedenen Parametern handelt und die Auswahl nicht direkt auf eine Verbesserung oder Verschlechterung schließen lässt, sondern das »neuronale Netz« erst trainiert werden muss, ist es üblich, die Parameter zu erraten und verschiedene Konfigurationen durchzuprobieren, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Der Spielraum der Parameter ist allerdings zu groß, um sämtliche Möglichkeiten durchzuprobieren.

Bislang sind diesbezügliche Annahmen, z.B. des Hasso-Plattner-Instituts, eine (saubere) »Clean IT«13 könnte im Bereich der KI-Anwendungen zu Energieeinsparungen um einen Faktor 20 führen, einen Beweis schuldig geblieben. Neben dem reinen Stromverbrauch ist für die ökologischen Folgen natürlich auch relevant, woher die Betreiber von Großrechenzentren, auf deren Hardware derartige KI-Anwendungen laufen, ihren Strom beziehen. Die MIT-Wissenschaftler*innen zitieren in diesem Zusammenhang einen Vergleich von Greenpeace. Demnach stammt in Googles Rechenzentren angeblich »immerhin die Hälfte« des Stroms aus »erneuerbaren«14 Energien, während Amazons Strommix trotz ökologischer Versprechen immer noch dem US-amerikanischen Durchschnitt entspricht – also größtenteils fossile Energieträger mit sogar einem Drittel aus Kohlekraftwerken.

Elektromobilität ohne Mobilitätswende

Keiner verkörpert derzeit die technologische Disruption bzw. den unbedingten Willen, den Transport von Personen, Waren und Daten radikal technokratisch zu revolutionieren, besser als der Tesla-Chef Elon Musk. Er entwickelt neben Elektroautos mit Starlink ein Satelliten gestütztes Internet, welches nicht nur seine Tesla-Fahrzeuge vernetzen soll, sondern auch die letzten Winkel der Erde für den technologischen Zugriff erschließen soll. Er baut mit seinem Unternehmen SpaceX Raketen und will 2026 damit den Mars „erobern“. Diesen will er zukünftig ‚bevölkern‘ – ein elitärer Ausweichort für den Fall eines ökologischen Kollapses der Erde. Er entwickelt mit Hyperloop Hochgeschwindigkeitsautozüge in Vakuum-Röhren. Diese sind Teil des Mobilitätskonzeptes für die Verbindung seiner geplanten HighTech-Städte namens Starbase. Er ist Stromanbieter (Tesla Energy) und will Sonnenstrom ernten (SolarCity). Zusätzlich will er ‚umweltfreundlichere‘ Bitcoins auf den Markt bringen und eine Gehirn-Computer-Schnittstelle (Neuralink) zur Steuerung von Prozessen per Gedankenkraft entwickeln.

Manche sehen in ihm die Reinkarnation eines Leonardo da Vinci, andere halten ihn für einen verhaltensauffälligen Egozentriker, der sehr viel Kapital und Ressourcen verbrennt für Dinge, die die Welt nicht braucht und deren Entwicklung das ökologische Problem verschärft, statt es zu lösen. Dabei versteht Elon Musk unter seinem Motto „Den Übergang der Welt zu nachhaltiger Energie beschleunigen“ eine rein ingenieurstechnische Machbarkeitsstudie – keine sozial-ökologisch geleitete Vision:

Die durch Gesundheitsbehörden in Kalifornien angeordnete Werksschließung im Corona-Lockdown 2020 geißelte er als „Virus-Panik“, „dumm“ und „faschistisch“.

Er baut Europas größte Batteriezellenfabrik (ohne Genehmigung) mitten in ein Wasserschutzgebiet bei Berlin und diffamiert ökologische Bedenken als kleingeistige Verhinderungspolitik deutscher Bürokratie.

Seine Zukunftsstadt ist weiterhin Auto-basiert und löst damit keines der zentralen Probleme urbanen Transports: Reduktion des Energieeinsatzes, Sicherheit der Verkehrsteilnehmer*innen und Platzmangel im Verkehrs- und Parkraum.

Ganz in Musks (fehlendem) Verständnis hat auch die deutsche Regierungskommission „Nationale Plattform Zukunft der Mobilität“15 (NPM) nach drei Jahren im Oktober 2021 ihren Abschlussbericht16 vorgelegt. Es sollte eine richtungsweisende Studie zu klimafreundlichem Verkehr werden, doch es ist ein Armutszeugnis an gedanklicher Beweglichkeit – ein Festhalten an nunmehr grün-gewaschenem (Nicht-)Bewährtem, mit dem die Klimaschutzziele nicht erreicht werden können. Einer der zentralen Meilensteine der Expert*innen-Plattform, die „Sicherstellung einer wettbewerbsfähigen Automobilindustrie“ kollidiert (nicht überraschend) mit einer echten Verkehrswende. Der Bericht setzt auf digitales Aufrüsten eines autofixierten Individualverkehrs. Alternativen zum eigenen Auto sind lediglich statistisches Beiwerk.

Das E-Auto ist noch immer ein ökologischer Alptraum. Der weiterhin zugelassene Plugin-Hybrid (Elektro- & Verbrennungsmotor) ist energetisch besonders unsinnig: er dient lediglich den Auto-Herstellern beim Verkauf einer Fahrzeugflotte mit übergewichtigen und hoch-motorisierten SUV. Zum einen lassen sich damit Milliarden an EU-Fördergeldern kassieren, zum anderen bewahren Hybrid-Autos die großen Hersteller vor Strafzahlungen wegen Nichterreichens der europäischen Klimavorgaben, da sie mit den angeblichen Zero-Emissionsmodellen den CO2 Ausstoß im Flottenmix nach unten drücken. Die meisten Plug-in-Hybride werden aktuell als Dienstwagen zugelassen. Sie werden aber selten – in der Vergangenheit nur zu 13 Prozent – elektrisch gefahren. Arbeitgeber*innen können die Anschaffungskosten und die Nutzung von Dienstwagen dennoch von der Steuer absetzen und sparen am Ende mehr Lohnkosten, als sie in den Dienstwagen investieren müssen. Nach Rechnung des Umweltbundesamtes beträgt die staatliche Subventionierung der Anschaffung und Nutzung der Dienstwagen jährlich mehr als 3,1 Milliarden Euro. Die Hälfte dieses Subventionsvolumens kommt den reichsten 20 Prozent der Bevölkerung zugute.

Aber auch reine Elektro-Fahrzeuge lösen keine Klimaprobleme: Der Bau eines Akkus für einen Tesla ist so umweltschädlich wie acht Jahre Betrieb eines Verbrennungsmotors. Und dieser Akku hat wegen der begrenzten Ladezyklen nach acht Jahren nur noch Schrottwert. Aus diesem Grund fällt auch die Öko-Bilanz für E-Scooter (Elektro-Tretroller) mit deren noch geringerer Akku-Haltbarkeit und ohne jeden verkehrspolitischen Nutzen besonders katastrophal aus. Die Fertigung von Elektro-Autos stößt zudem an Ressourcengrenzen, wenn es um die benötigten Rohstoffe für den Bau der Akkus geht. Deren Abbau in Chile (Lithium) und Zentralafrika (Kobalt) ist nicht nur extrem umweltunverträglich, sondern geht in weiten Teilen mit unvertretbarer Kinderarbeit einher. Der Bedarf an Lithium allein in der E-Mobilität wird bis 2030 auf das 40fache steigen. Daran ändert auch die als Alternative in der Entwicklung befindliche Feststoff-Batterie nichts – auch sie benötigt Lithium. Für Kobalt sieht die derzeitige Prognose sogar noch dramatischer aus.

Derzeit macht der hohe Kohlestromanteil E-Autos maximal unökologisch. Der klimaschädlichste aller Energieträger macht noch immer fast zwei Drittel des Strommix beim weltweit größten CO2-Emmittenten China aus. Stark vereinfacht heißt das: Zwei von drei Kilometern, die ein E-Auto derzeit in China fährt, verursacht es massive CO2-Emissionen. Selbst wenn es China gelänge, die wachsende Flotte von E-Autos ausschließlich mit erneuerbaren Energien aufzuladen, wäre den Klimazielen nicht gedient, wenn dadurch andere Sektoren länger fossile Energien verbrauchen, weil noch nicht genug Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird.

Die Technokratie gibt sich beim Thema Verkehrswende äußerst konservativ – sie versucht, den Automobilismus einfach fortzusetzen, indem sie vom Verbrenner- auf den E-Antrieb umsteigt und ansonsten die Verkehrskonzepte aus dem letzten Jahrhundert nahezu unverändert beibehält. Ohne eine grundlegende Abkehr vom derzeitigen automobilen Individualverkehr wird die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens unmöglich.

Noch unökologischer wird es, wenn nun drohnenähnliche E-Flugtaxis als vermeintlich ökologische Mobilität der Zukunft gepriesen werden, um der zu hohen Verkehrsdichte am Boden zu entkommen. Es ist unstrittig, dass jegliche Art des Fliegens einen deutlich höheren Energieaufwand bedeutet, als die gleiche Strecke am Boden zurückzulegen. Daher muten die Flugtaxis wie ein Rückfall in die 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts an – selbst optisch haben sich die Fluggeräte nur wenig von den futuristischen Männerfantasien der technokratischen Blütezeit entfernt. Der aktuell aufkeimende Weltraumtourismus muss ebenso als purer Retro-Futurismus verstanden werden und ist durch nichts mit einer ernsthaft geführten Klimadebatte in Einklang zu bringen.

Renaissance der Atomkraft

Im frischen Wind der Dekarbonisierung erlebt eine grün-gewaschene Atomenergie jüngst neuen Zuspruch. Im aktuellen französischen Wahlkampf überbieten sich die Kandidaten und Kandidatinnen in ihren Plänen für die Atomkraft. Die rechtspopulistische Marine Le Pen will sechs neue AKW bauen und im Gegenzug Windräder demontieren. Der aufstrebende rechtsextreme Eric Zemmour will gleich zehn neue Meiler errichten. Auch der französische Präsident Macron kündigte im Oktober zur Unterstützung der ökologischen Wende die Förderung kleiner modularer Atomreaktoren SMR (Small Modular Reactor mit einer Leistung zwischen 25-500 Megawatt) an: „Ohne Atomkraft kann Europa seine Klimaziele nicht erreichen“ 17. Bis 2030 will er eine Milliarde Euro in die Technik der Mini-AKW investieren. Benötigt werden diese Reaktoren seiner Meinung nach für eine dekarbonisierte Wasserstofferzeugung. Bei der Erzeugung von Wasserstoff als Energieträger gehen 2/3 der ursprünglich aufgewendeten Energie verloren. Nur 1/3 kann am Ende z.B. in Wasserstoff betriebenen Motoren genutzt werden. Im Schnitt benötigt ein Brennstoffzellenfahrzeug die 2,5-fache Menge an Strom, um die gleiche Strecke zurückzulegen, wie ein Batterie-betriebenes Fahrzeug.

In einem Aufruf, der parallel in mehreren europäischen Zeitungen erschien, verlangten der französische Wirtschafts- und Finanzminister LeMaire und weitere Minister aus Rumänien, Tschechien, Finnland, der Slowakei, Kroatien, Slowenien, Bulgarien, Polen und Ungarn ein klares Bekenntnis der EU: „Kernenergie muss wie alle anderen kohlenstoffarmen Energiequellen behandelt werden.“ Das Gütesiegel „Do No Significant Harm“ (kurz: DNSH) sollen Technologien erhalten, die eine starke Verminderung der Treibhausgase ermöglichen und zugleich keine signifikanten neuen Umweltschäden anrichten. Ob die Kernkraft das DNSH-Kriterium erfüllt, darüber wird aktuell gestritten. Die EU-Kommission hat die DNSH-Frage zunächst an ihren wissenschaftlichen Dienst, das Joint Research Centre, weitergereicht. Dessen Gutachten fiel im Juli dieses Jahres zugunsten der Kernenergie aus.18

Auch die Britische Regierung hat im Oktober den Bau neuer Atomkraftwerke angekündigt um CO2 einzusparen. Selbst in Deutschland, wo nach dem Super-GAU in Fukushima 2011 der »endgültige Ausstieg« aus der Atomkraft besiegelt wurde, mehren sich rechtskonservative Stimmen, die ‚klima-bewusst‘ eine Revival der Atomenergie fordern. 2022 sollen die letzten Meiler abgeschaltet werden. Jetzt – im Zuge eines (halbherzigen) »Kohleausstiegs« bis 2038 – wollen einige den atomaren Rückwärtsgang einlegen. Ein CDU-Positionspapier des Bundesfachausschuss Wirtschaft, Arbeitsplätze und Steuern19 erwägt die Rückkehr zur Kernkraft. Das ist Wasser auf die Mühlen des konservativen Parteiflügels: Man wolle »Technologie-offen« bleiben. Auf der Liste der Unterstützer*innen dieser Idee steht unter anderem die eingangs erwähnte internationale Energieagentur IEA, die Subventionen für die nukleare Energieerzeugung fordert. In ihren Analysen wird die Atomenergie in einem Zug mit erneuerbaren Energien als klimafreundliche Energiequelle genannt.

Das ist nachweisbar unsinnig. Nur wer den Blick auf den reinen Reaktorbetrieb einschränkt, kann ein AKW klimagasfrei nennen: Wenn die gesamte Kette Bergbau, Aufbereitung, Anreicherung, Transport, Kernspaltung berücksichtigt wird, entspricht der Klimagasausstoß eines AKW dem eines Gaskraftwerks – das ungelöste Entsorgungsproblem noch nicht mal eingerechnet.

Um Kohle, Öl und Gas zu ersetzen, müssten hunderte AKW gebaut werden. Beim derzeitigen Verbrauch von Uran beträgt die Kapazität nur einige Jahrzehnte. Kommen hunderte neuer Anlagen dazu entsprechend weniger. AKW werden für Laufzeiten von etwa 40 Jahren kalkuliert – wenn viele neue Anlagen hinzukommen, geht diese Rechnung nicht mehr auf.

Der sogenannte ›energy cliff beschreibt den Moment, bei dem zur Herstellung eines Brennstoffes genauso viel Energie investiert wird, wie dieser dann freisetzen kann. Beim Uran ist die kritische Stelle der Abbau. Ab einer Konzentration von 0,04% Uran im Erz ist der cliff erreicht: Bei niedrigerer Konzentration ist es wirtschaftlicher, die Energie, die in den Abbau gesteckt wird, direkt zu nutzen und das Uran in der Erde zu lassen. Aktuelle Minen bauen bereits Erz mit weniger als 1% Urangehalt ab – der cliff ist nicht mehr weit. Ergo: Atomenergie als Lösung des Klimawandels zu propagieren ist Augenwischerei.

Eine politisch geförderte Rückkehr des Dinosauriers der Atomenergie als sogenannte ‚Brückentechnologie‘ wäre ein GAU für die Klimabewegung. Diese muss nun neben dem intensiven Widerstand gegen eine verlängerte Kohleverstromung ebenfalls deutlich machen, dass jede nukleare Option an ihrem heftigen und breiten Widerstand scheitern wird.

Klima-Nudging: ökologische Verhaltenslenkung

Die Glaubwürdigkeit der Technokrat*innen, die versprechen, das Klimaproblem rein technologisch in den Griff zu kriegen, schwindet zusehends – nicht nur in der Klimabewegung. Selbst in einer durch Ingenieur*innen geprägten Gesellschaft wie der französischen, die zudem nicht gerade auf ein besonders ausgeprägtes Umweltbewusstsein zurückgreifen kann, nimmt seit den beiden unerträglich heißen bzw. extrem trockenen Sommern 2018 und 2019 der Glaube der Bevölkerung an die Fähigkeiten der Technokratie ab. Die ehemals randständigen »Kollapsolog*innen« sind in der öffentlichen Debatte seither stärker vertreten. Die »Kollapsologie« als interdisziplinärer Wissenschaftsansatz – weit über die engen Grenzen der Umweltwissenschaften hinaus – gibt es seit dem 2015 von Pablo Servigne und Raphaël Stevens erschienenen Essay »Wie alles zusammenbrechen kann – Kleines Kollapsologie-Handbuch für gegenwärtige Generationen«20. Darin gehen die Autoren von einer höchst wahrscheinlichen Unfähigkeit des Kapitalismus aus, den ökologischen Zusammenbruch zu verhindern.

Angesichts eines angeschlagenen Vertrauens in den technologischen ›Fortschritt‹ versucht der Kapitalismus ›Nachhaltigkeit‹ auf andere Weise herzustellen und gleichzeitig die Ressource Mensch besser in Werte umzusetzen. Smarte (algorithmische) Verhaltenslenkung, basierend auf einer eher rückschrittlichen Auslegung des »Behaviorismus«, steht (nicht nur in China) hoch im Kurs. Die Zukunftsvision des Nudgings21 vieler Tech-Giganten einer paternalistisch geführten Welt fußt auf der Idee dieses Behaviorismus. Googles Forschungsabteilung‚ Google X, arbeitet an einem persönlichen Journal »sämtlicher Handlungen, Entscheidungen, Vorlieben, Aufenthaltsorte und Beziehungen«22, welches die Grundlage sein soll für ein System digitaler Assistenz, das KI-basiert auf jede*n Einzelne*n zugeschnittene »Handlungsempfehlungen« ausspricht. Angesichts »zu komplexer Lebensverhältnisse« gehen z.B. die Visionäre von Google von einer notwendigen Verhaltenssteuerung andernfalls nicht-rational handelnder Individuen aus – ein paternalistisches und rückschrittliches Menschenbild. Mehr Retrotopie als technologie-affine Utopie.Realisiert sehen wir die teilweise nahezu »totalitär« anmutende Verhaltenskorrekturen derzeit in einigen Smart-City Ansätzen – vorgeblich zugunsten einer vermeintlich besseren und ökologischeren Lebensweise:

In einem Pilotprojekt in der als ökologische Vorzeigestadt in der Wüste Abu Dhabis konzipierte Retorten-Stadt Masdar City unter der Leitung von Professor Scott Kennedy (Masdar Institute) wurden bereits vor mehr als zehn Jahren der individuelle Energie- und Wasserverbrauch überwacht und verschiedene Anreizmechanismen zum Einsparen getestet. Grundvoraussetzung für das System war, dass in jeder Wohnung der Verbrauch von Strom sowie kaltem und warmem Wasser minutengenau gemessen wird. Heute sind wir mit der Einführung der Smart Meter und zeitvariabler Stromtarife diesem Prototyp der ökologischen Verhaltenslenkung sehr nah.

Die »grüne Stadt« Songdo in Südkorea findet in ihrem »technologisch deterministischen Ansatz« als geschlossen gedachtes System keine Antworten auf die »komplexen Herausforderungen« urbanen Lebens. Mit ihren rigide formalisierten Steuerungsparametern wird der grüne Smart City-Ansatz den unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Bevölkerungsschichten beim Zugang zu städtischen Dienstleistungen nicht gerecht. »Die Stadt wurde derart vorrangig als technologisches System gedacht, dass soziale Dimensionen in Songdo‘s Smart-City-Vokabular gar nicht erst vorkamen«, konstatierte Paul D. Mullins.23

Auch in Deutschland schätzen Technokrat*innen die Möglichkeit einer versteckten top-down-Bevormundung zu umweltbewussterem Verhalten. So schreibt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung in einer Bestandsaufnahme unterschiedlicher Smart-City-Ansätze: »Um den Nutzer der städtischen Infrastrukturen zu bestimmten, zum Beispiel ökologisch wertvollen Verhaltensweisen zu motivieren, (…) testen die Städte verschiedene Anreiz- und Aktivierungsmodelle. Hier werden mithin neue Formen des städtischen Regierens in Form einer gewollten Steuerung von Verhaltensformen erprobt.«24

Die Grünen haben ebenfalls eine hohe Affinität zu einem klimapolitischen, digitalen Bevölkerungssmanagement. Statt der unsinnigen Förderung von hybriden Dienstwagen eine generelle Absage zu erteilen, können sie sich eine Förderung nach elektrisch gefahrenen Kilometern vorstellen, die per Zugriff auf den Bordcomputer des Fahrzeugs vermessen werden soll.

Es droht eine ökologisch begründete Algorithmisierung unseres Alltags – schleichend ohne wahrnehmbaren Expert*innenstreit und ohne gesellschaftlich ausgehandelte, transparente Rahmung. Der nicht einsehbare Code weniger Tech-Unternehmen zur Smartifizierung urbanen Lebens arbeitet im Hintergrund und ist damit schwer angreifbar. Die Dringlichkeit eines irreversiblen Klimawandels könnte so zum Akzeptanzbeschaffer des bevormundenden Nudgings werden.

Verhaltenswissenschaftlich hilfreich wäre hingegen ein Boosting. Darunter verstehen Psycholog*innen Strategien, die nicht direkten Einfluss auf die Entscheidungen der Einzelnen nehmen, sondern auf die Entscheidungskompetenz – um so das Individuum zu befähigen, solche Entscheidungen eigenständig zu treffen und mit Tatkraft umzusetzen. Früher hat mensch von der Stärkung zur Autonomie gesprochen, aber das klingt bereits angestaubt.

Guido Arnold ist promovierter Physiker und arbeitet im DISS zum Thema Entsolidarisierung durch digitale Transformation des Gesundheitssystems.

1 Jahresbericht der IEW, Oktober 2021: https://www.iea.org/reports/world-energy-outlook-2021

6 Siehe dazu das Cover dieser Ausgabe #42 des DISS-Journals.

9 Sébastien Broca, „Saurer Regen aus der Cloud“, Le Monde Diplomatique März 2020

11 Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung »Globale Umweltveränderung«, April 2019

12 Energy and Policy Considerations for Deep Learning in NLP, E. Strubell et al. College of Information and Computer Sciences University of Massachusetts Amherst, https://arxiv.org/pdf/1906.02243.pdf

13 Clean-IT, Towards Sustainable Digital Technologies, Hasso-Plattner-Institut https://hpi.de/fileadmin/user_upload/hpi/dokumente/flyer/clean-IT_-_Summary__Final_Draft_.pdf

19 »Sichere, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung der Zukunft« (Ausschuss-Beschluss vom 27. Januar 2020), https://www.cdu.de/system/tdf/media/dokumente/200127_sichere_bezahlbare_und_nachhaltige_energieversorgung_der_zukunft.pdf?file=1

20 Pablo Servigne, »Comment tout peut s’effondrer«– Petit manuel de collapsologie à l’usage des générations présentes«, Seuil, April 2015, ISBN 978-20-212-2331-6. (englischsprachige Übersetzung durch Andrew Brown: How Everything Can Collapse: A Manual for Our Times, Polity, 2020, ISBN 978-15-095-4139-3.)

21 Nudge (Anstubsen) beschreibt psychologische Methoden der Verhaltenslenkung durch Anreizsysteme

22 Im Mai 2018 sickerte ein internes Firmenvideo der Forschungsabteilung Google X in die Öffentlichkeit. Unter dem Nitel »The selfish ledger« beschreibt Google seine Zukunftsvision einer paternalistisch geführten Welt. https://vimeo.com/270713969 [zuletzt abgerufen am 16.02.2021].

23 Paul D. Mullins, 2017, »The Ubiquitous-Eco-City of Songdo: An Urban Systems Perspective on South Korea’s Green City Approach«, Urban Planning (ISSN: 2183–7635) 2017, Volume 2, Issue 2.

24 Smart Cities International, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

 

Dieser Artikel stammt aus dem DISS-Journal 42 vom November 2021. Die vollständige Ausgabe als PDF finden Sie hier.

 

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