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„Der irre Saddam setzt seinen Krummdolch an meine Gurgel!“

 

Fanatiker, Fundamentalisten, Irre und Traffikanten – Das neue Feindbild Süd1
Eine Analyse von Jürgen Link

Ich möchte mit einigen kurzen Reflexionen zum Begriff „Feindbild“ beginnen. Dieser Begriff wird in einer Reihe verschiedener Disziplinen in verschiedenem Sinne verwendet. Ich selbst möchte eine diskurstheoretische Orientierung zur Diskussion stellen – und kann das, meine ich, mit einigermaßen gutem Gewissen tun, weil diese Orientierung explizit auf Interdisziplinarität und Integration mit anderen Ansätzen, etwa psychoanalytischen und sozialpsychologischen, angelegt ist.

Um den von mir vorzuschlagenden, eingeschränkten und möglichst operativen Begriff eines „Feindbildes“ zu erklären, möchte ich von einer Formulierung ausgehen, die Heinrich Böll in seiner vielleicht bekannten Feindbild-Rede verwendet hat: „Schon bei der bloßen Verwendung einer Nationalitätsbezeichnung tauchen Bilder auf, die wir meistens nicht einmal mehr kontrollieren und auch nicht mehr korrigieren können.

Hier finden wir die zwei möglichen Hauptbedeutungen des Begriffs „Feindbild“ exemplarisch formuliert: Zum einen so etwas wie „Nationalitätsbezeichnungen„: Böll nennt als Beispiel Wörter wie „russisch“, „Russe“. Im weiteren Verlauf seiner Rede dehnt er diese Begriffsdimension auf Gruppenbezeichnungen allgemein aus – das in der alten Bundesrepublik lange Zeit dominierende Feindbild wäre dann „Kommunist“ gewesen. Aber Böll sagt auch, daß Gruppenbezeichnungen nicht schon als solche als Feindbilder funktionieren – vielmehr erst deshalb, weil dabei „Bilder auftauchen“, und damit sind offenbar – es spricht ein Fachmann, ein Literat – „Bilder“ im Wortsinne gemeint: bestimmte Fotos etwa, oder Filmeinstellungen, oder Karikaturen, oder suggestive bildliche Formulierungen in Sprache – als Beispiele seien etwa „Asylanten-Flut“ oder „Wüsten-Terror“ genannt.

Diese tatsächlichen „Bilder“, die da auftauchen, sind bisher wenig erforscht. Und da setzt die Diskursanalyse an – und zwar ohne wie die Psychoanalyse eine bestimmte tiefenstrukturelle Dominanz (die individuell-sexuelle) generell vorauszusetzen. Ich spreche von Kollektivsymbolen: Was ist damit gemeint? Eben kollektiv verankerte Bilder im Wortsinn als Träger symbolischer Bedeutungen. Diese Bilder sucht die Diskursanalyse in empirischen Diskursen (d.h. Reden, Mediensendungen, Artikeln usw.) auf, um ihre Stereotypie, Wiederholung, funktionale Beziehung zu Verhaltensweisen und zur Subjektbildung, ferner ihre breite Streuung und historische Entwicklung im einzelnen zu untersuchen. Es empfiehlt sich, die Überlegungen von jetzt an anhand konkreten Beispielsmaterials fortzusetzen:
Ich beginne mit einer Serie von Karikaturen (Abb. 1-4).

Abb. 1:

Link Abbildung 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Nach dem Kalten Krieg – ein paar „Heilige Kriege“

Abb. 2:

Link Abbildung 2

 

 

Link Abbildung 3-4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was macht »Figuren«, »Gestalten«, »Typen« wie »Arafat«, »Chomeini«, »Gaddafi«, neuerdings »Saddam Hussein« zu so äußerst wirksamen Feindbildern? Daß sie Diktatoren sind, die Gegner umgebracht haben bzw. umbringen? Da gäbe es viele andere in vielen Teilen der Welt, die in unseren Kulturen eher als Freundbilder funktionieren (ich nenne nur Siad Barre von Somalia, Mobutu von Zaire und Suharto von Indonesien). Welche Faktoren sind es, die aus den vielen Diktatoren einige kollektiv bekannte Feindbilder auswählen? Diskursanalytisch gesehen, handelt es sich bei den Feindbildern im engen, prägnanten Sinne um Kombinationen aus stereotypen Charakterbildern, Kollektivsymbolik und bestimmten Subjekt-Situationen. Schauen wir uns die Chomeini-Karikatur aus der Zeit vom 23.7.1982 an: (Abb. 2)

Chomeini als Blinder, der sich mit einer Fackel den Ölfässern. bei denen wir gleichzeitig die berühmten Pulverfässer assoziieren, nähert. Hinter den Fässern „schlottern“ vor Angst die Scheichs und Uncle Sam. Bei den ‚Guten‘ erblickt man (links) übrigens auch Saddam Hussein: So ändern sich die Zeiten! (Ich gehe weiter unten noch darauf ein, daß Saddam Hussein nicht bloß u.a. von westlichen Firmen und Regierungen aufgerüstet wurde, sondern daß sein Aufstieg auch entscheidend damit zusammenhängt, daß er sozusagen im Schatten des Super-Feindbilds Chomeini in aller Ruhe groß werden konnte!) Chomeini kommt aus schwarzer Nacht, dem stereotypen Symbol des Finsteren Mittelalters und des religiösen Fanatismus, aber auch des Wahnsinns bzw. Irrsinns und der Um-Nachtung. Das Feuer symbolisiert ebenfalls Fanatismus, gekoppelt mit Revolution und Krieg. Der sogenannte „Charakter“ eines Fanatikers ist also ein in unserer Kultur ungemein wirksames Feindbild.

Während des gesamten 18. Jahrhunderts, als fundamentale Strukturen unserer heutigen Kulturen begründet wurden, richtete sich die Kritik und Polemik der Aufklärer in erster Linie gegen den Fanatismus. Als Voltaire diesen »Charakter« auch literarisch fabrizierte (in dem Drama »Der Fanatismus oder der Prophet Mohammed«), da sollte der Islam ironisch für das eigentlich attackierte orthodoxe Christentum stehen – die Ironie der Diskursgeschichte erwies sich als noch viel ironischer denn Voltaire, indem sie dessen aufklärerisches Feindbild den Ölmultis zur Verfügung stellte.

Wie erklärt es sich, daß Chomeini als einzelner gegen sechs gegnerische Gestalten gesetzt ist und dennoch supergefährlich wirkt? Jeder Fanatiker ist symbolisch stets eine unabsehbare, sich wimmelnd vermehrende Masse. der gegenüber alle nicht-fanatischen »Charaktere« stets symbolisch unterlegen wirken. Dabei kommt die Kollektivsymbolik ins Spiel:

Als erster Bestandteil des Feindbilds erwies sich also ein extrem negatives stereotypes »Charakterbild«. – Als zweiter Bestandteil kommt die Kollektivsymbolik hinzu: Nacht, Blindheit, Öl, Feuer, Explosionsgefahr. Das sind einzelne Elemente aus einem Reservoir von Kollektivsymbolen, das in seiner Gesamtheit so etwas wie eine äußerst wichtige, vor allem die Affektivität und die Subjektivität ‚ansprechende‘ Begleitstimme aller Mediendiskurse und besonders der politischen bildet. Ich muß das etwas näher erklären.

Tendenziell gilt heute, daß keine politische Aussage mediengerecht ist, wenn sie nicht symbolisch kodiert ist. Das Europäische Haus war bekanntlich ein Unding, so lange durch seine Deutsche Wohnung eine Stacheldrahtmauer lief. Als Bewegung in die Dinge kam, verwandelte sich das Europäische Haus in den Europäischen Zug, dessen deutsche Waggons aneinandergekoppelt werden sollten. Als aber das Tempo zunahm, verwandelte der Europäische Zug sich wiederum in Kohls Deutsches Auto, dessen Fahrer Vollgas gab usw. Massenpolitik und Medienpolitik denkt in Bildern, ließe sich sagen. So entstehen mythische Geschichten mit ihrer Eigenlogik. Alle Wenden, Turbulenzen, Bruchlandungen, Kollapse, Auf- und Abschwünge, sozialen Netze, Abseitspositionen, Befreiungsschläge, Schieflagen, Ausgewogenheiten, Abschottungen, Eindeichungen, Belastungsgrenzen usw. gehören zu einem System von Bildern (Kollektivsymbolen), aus denen sich unsere politische Phantasie oder unser Mangel an politischer Phantasie speist.

Ich kann die Elemente, Strukturen und Funktionen dieses Systems der Kollektivsymbolik hier nicht genauer darstellen. Es geht uns um Feindbilder. Dabei spielt die Möglichkeit des Systems eine wesentliche Rolle, im Sinne einer schematisch zweigeteilten, dualistisch nach Schwarz und Weiß, nach Freund und Feind entgegengesetzten Struktur benutzbar zu sein. Ich möchte das mittels eines Schemas verdeutlichen: (Abb. 5)
Schema.

Abb. 5

Link Abbildung 5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Schema stellt den symbolischen Zustand etwa bis Mitte der achtziger Jahre, also vor dem Ende des Ost-West-Konfikts dar. Das größere Kreisgebilde steht für das westliche System mit Binnendifferenzierung, das kleinere für das östliche, „totalitäre“. Die Wellenlinien sollen das außersystemische Chaos suggerieren. Konkret kann das Schema durch verschiedene Kollektivsymbole repräsentiert werden: So kann der Westen (etwa auf Karikaturen oder in bildlicher Rede) ein Flugzeug sein, das sich durch die Turbulenzen einer Wirtschaftskrise oder terroristischer Bedrohungen bewegt. Es kann ebenso ein Auto, ein Haus, ein Schiff oder eine Fußballmannschaft sein. Immer ist es im übrigen unser eigener Menschen-Körper. Wesentlich ist dabei stets, daß die Grenzen gegenüber dem Chaos draußen vor der Tür durch einen symbolischen Grenzschutz geschützt sind.

Das außersystemische Chaos kann entsprechend den symbolischen Körpern oder Vehikeln aus Bazillen, Viren, Giften, Fluten, Wüsten, Stürmen, Bränden, Ungeziefer usw. bestehen. Entscheidend dabei ist nun, daß das eigene System stets Subjektstatus besitzt, „Subjekt“ im engen Sinne einer autonomen, zurechnungsfähigen, quasi-juristischen Person, eines Rechts-Subjekts genommen. Es ist ein Körper mit Kopf, der sich Therapien gegen die Krankheit überlegen kann; es ist ein industrialistisches Vehikel mit Fahrer, der den Fuß vom Gas nehmen kann, es ist ein Haus mit vernünftigen Bewohnern, die die Tür zumachen können usw. Dieser Subjektstatus gilt prinzipiell auch für das östliche Gegen-System, nicht aber für das außersystemische Chaos als solches. Dieser Unterschied nun ist nach meinen Untersuchungen fundamental für die Konstituierung zweier gänzlich verschiedener Gruppen von Feindbildern: solcher mit und solcher ohne Subjektstatus. Nur einzelne oder Gruppen, die symbolisch dem Kreissystem mit Grenze zugeordnet sind, fallen symbolisch unter die Spielregeln. Nur mit ihnen kann so gespielt werden, daß sie selber dabei verantwortlich mitspielen können: je nach Lage Fußball, Schach oder Krieg. Einzelne oder Gruppen dagegen, die symbolisch dem außersystemischen Chaos zugeordnet sind, sind symbolisch nicht Partner und nicht einmal Gegner, sie scheiden als Mitspieler von vornherein aus, stehen außerhalb der Spielregeln, die symbolisch nur für Systeme gelten.

Eine Rattenmasse z.B. besitzt keinen Subjektstatus, während auf der anderen Seite selbst der Teufel Subjektstatus besitzt. Eine Unzahl witziger Märchen zeigt daher, wie man den Teufel mittels geschickter Verträge übers Ohr hauen kann. Aufgrund meiner Analyse von Karikaturen glaube ich sagen zu können, daß zumindest seit geraumer Zeit die östlichen Gegner von unserer hegemonialen Kultur nicht als subjektlose Bazillen, Krebszellen oder Ungezieferschwärme,  auch nicht als Irre verbildlicht wurden, sondern als gerissene Poker- bzw. Schachspieler (Abb. 6 u. 7), schlimmstenfalls eben als Teufel mit menschlichen Zügen.

Abb. 6:

Link Abbildung 6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

,,… wir warten auf westliche Gegenleistungen

Abb. 7:

Link Abbildung 7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Darin unterschieden und unterscheiden sich bestimmte in der Dritten Welt zu situierende Feindbilder grundsätzlich von den östlichen. Ich kam bereits während der Friedensbewegung zu Beginn der achtziger Jahre zu diesem keineswegs beruhigenden Ergebnis und leitete daraus die folgende Prognose ab: Subjektiv bzw. sozialpsychologisch gesehen bestehen höhere Kriegsrisiken gegenüber der Dritten als gegenüber der östlichen Welt.

Betrachten wir nun noch einmal die Chomeini-Karikatur von der Frontseite der Zeit (Abb. 2): Mit den Elementen Feuer, Pulverfaß, Nacht/Blindheit und Irrsinn realisiert sie gleich vier Kollektivsymbole für das subjektlose, außersystemische Chaos auf einmal. Der „Charakter“ Chomeinis wird dadurch symbolisch ein Teil außermenschlicher, subjektloser Gefahrenprozesse. Er repräsentiert in Wahrheit eine Masse von bedrohlich anrückenden Fundamentalisten, die aber eine Feuer-Flut sind, mit der nicht verhandelt werden, die bloß gelöscht werden kann. Solche Feindbilder fordern also symbolisch ein rein technisches Verhalten – ein Dialog mit ihnen wäre symbolisch absurd.

Ein drittes, nun noch nachzutragendes Element der Karikatur bildet schließlich die Subjekt-Situation. Damit meine ich nicht die Situation Chomeinis, sondern die imaginäre Situation, in die das Bild den Betrachter versetzt. „Der blinde und irre Chomeini kommt mit dem Feuer auf uns, auf mich zu!“ – Eine Subjektsituation höchster Lebensbedrohung also, in der augenblicklich gehandelt werden muß. Eine Situation legitimer Selbstverteidigung des eigenen Lebens, eine Situation des Notstands und fälliger Notwehr. Nur wo Leser bzw. Leserinnen imaginär in diese Art Situation versetzt werden, läßt sich m.E. wirklich von subjektiver Kriegsvorbereitung durch die Medien sprechen – weil nur diese Situation anschließbar ist an die einzige offizielle Legitimation zur Kriegsführung, die hiesigen Generälen und Politikern nach den ersten beiden Weltkriegen noch geblieben ist: ‚Verteidigung gegen einen lebensbedrohenden Angriff.

Die Komponente Subjekt-Situation ist deshalb so wichtig bei Feindbildern, weil sie individuell rezipierbar ist. Während der sogenannten ersten Ölkrise 1973/74, als übrigens die heute positiv gesehenen Scheichs als Feindbilder fungierten, wurden auf vielen Karikaturen westliche Politiker auf Knien vor Scheichs oder Mullahs gezeichnet (Abb. 8).
Abb. 8:

Link Abbildung 8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Morgengebet SZ vom 9.3.1973

Abb. 9:

Link Abbildung 9

SZ v. 11.10.1990

Das ist die klassische Situation der Demütigung, verstärkt durch die erzwungene ‚islamische‘ Gebärde. Der entsprechende Mechanismus erscheint ‚logisch‘ (und jeder und jede kann sich spontan einfühlen): Wer auf die Knie gezwungen wurde, muß sich erheben. (Wobei der konkrete Sinn dieser individuellen Geste z.B. der Einsatz einer Eingreiftruppe oder ein Bombardement wie gegen Tripolis ist.)

Eine höchst wichtige Funktion der bedrohlichen Subjekt-Situation besteht ferner darin, daß das symbolische Feindbild wie ein superscharfes Fernrohr wirkt: es nähert die Bedrohung auf Hautnähe an, holt die Tausende von Kilometern entfernten Fanatiker ins Wohnzimmer hinein. Dieser Effekt wird durch die Kollektivsymbolik „unseres“ Körpers verstärkt, dessen Lebenslinien bzw. Schlagadern angeblich durch den Persischen Golf laufen. „Saddam Hussein hat seinen Krummdolch an die Halsschlagader der westlichen Industriegesellschaften gesetzt“, schrieb etwa Theo Sommer im Leitartikel der Zeit vom 31.8.1990.

Wie sich zeigt, ist das „neue Feindbild Dritte Welt“ also nicht eigentlich neu. Es besteht aber nun die Gefahr einer in dieser Form neuen und höchst brisanten Kombination. Ich möchte das an den Beispielen Chomeini, Gaddafi und Saddam Hussein weiter konkretisieren.

Das symbolische Grundschema besitzt drei konstituierende symbolische Achsen: Die horizontale Achse symbolisiert das Gleichgewicht unseres Systems zwischen links und rechts um die Mitte. Diese Symbolik der Waage schließt Ausgewogenheit, Pluralität, Vernunft und Berechenbarkeit ein. Die vertikale Achse ist hierarchisch, sie entspricht der vertikalen Dominanz des Kopfes über die unteren Körperteile, d.h. der Vernunft über die Triebe usw. Unten ist es symbolisch dunkel, oben dagegen hell. Die dritte, dynamische Achse ist die Achse der Bewegung nach vorwärts, mit den Assoziationen Fortschritt, Aufschwung usw. Es zeigt sich nun, dass insbesondere der sogenannte islamische Fundamentalismus von unserem Symbolsystem auf allen drei Achsen den schwärzesten Peter erhält: Er ist unberechenbar, er kommt von unten hoch. (Bei dieser Symbolik spielt auch die übliche Anordnung unserer Landkarten eine Rolle, auf denen der Norden oben und die Dritte Welt da unten dargestellt werden.) Er bringt Fluten schwarzer Kopftücher gegen den Westen in Bewegung. Vor allem aber will er auf der dritten Achse zurück ins finstere Mittelalter.

Wie man sieht, funktionieren also Feindbilder wie „Chomeini“ sozusagen gleichzeitig auf mehreren Stufen: Rudimentär werden sie zunächst vom Kollektivsymbolsystem als Teil des subjektlosen Chaos kodiert, zudem als unberechenbar, als schwarze Flut und als rückwärtsgewandt. Diese Symbolik kann zweitens konkretisiert werden durch Elemente wie Wüste, Feuer, Wahnsinn. Und darüber kann sich drittens eine negative Kulturtypologie stülpen (Orient als Bereich der Gegen-Vernunft und des Wahnsinns, des unzurechnungsfähigen Fanatismus). Aufgrund dieser komplexen Symbol Struktur können nun so sehr verschiedene Politiker wie Chomeini, Gaddafi und Saddam Hussein symbolisch verknüpft werden. Ich möchte das an einem Artikel aus der Bildzeitung vom 15.4.1986 erläutern. (Abb. 10)

Abb. 10:

Link Abbildung 10

„Gefährlicher Gaddafi: Der Wahn, der aus der Wüste kommt“ – in dieser Schlagzeile steckt bereits die Subjekt-Situation der Bedrohung, das Stereotyp vom Orient als Raum des Wahnsinns sowie das Chaos-Symbol der Wüste. Die begleitenden Artikel geben sich „wissenschaftlich“, sie sind von zwei „Psychologen“ gezeichnet. Daß sie sich widersprechen (der eine betont Gaddafis „Sinnlichkeit“, der andere seinen „Asketismus“), spielt für die Symbol Strategie keine Rolle. „Sinnlichkeit“ wie „Askese“ evozieren den Orient als symbolischen Raum unter dem Okzident. Das Stichwort „Islam“ fehlt hier völlig; symbolische Äquivalente werden aber in Form von „Fanatismus“ (Gaddafis Augen) und „Unnachgiebigkeit“ geliefert. Am stärksten wird der „Wahnsinn“ betont; er ist angeblich klinisch: „Gaddafi ist seelisch krank.

Er leidet wie Hitler oder Stalin an Verfolgungswahn, muß z.B. jede Nacht an einem anderen Ort schlafen.“ Der Hitler- und Stalin-Vergleich, der ja später dann viel stärker bei Saddam Hussein eingesetzt wurde, erfüllt übrigens nebenbei eine Entlastungsfunktion für die Leserschaft: Er schiebt Stalin und insbesondere auch Hitler symbolisch in den Orient ab – in die Region des Irrsinns.

Nur kurze Zeit später, am 23.4.1986, gab Bild dann eine immerhin etwas andere Diagnose: „Drogen: Gaddafi süchtig“. Die Drogen gehören zu den symbolisch wichtigsten Giften, denen der westliche symbolische Körper ausgeliefert ist. Gaddafi also auch als Traffikant. Wiederum funktionieren die drei Stufen der Symbolik perfekt: Drogen schalten die Vernunft aus, machen also unzurechnungsfähig und unberechenbar. Drogen sind Gift, das den Körper zerfrißt. Drogen sind typisch für den Orient (sogenannte „gebildete“ Medienleute erwähnen in solchen Zusammenhängen ihr Wissen über die islamische Sekte der Assassinen im Mittelalter, die Mörder im Haschischrausch auf ihre Opfer gehetzt habe). (Damit übrigens nicht der Eindruck entsteht, diese Art der Berichterstattung beschränke sich auf Bild, sei hier noch folgende Schlagzeile aus der Zeit vom 10.1.1986 zitiert: „Bedrohlich wie die Wüste. Muammar al-Gaddafi: eine gefährliche Randfigur der Weltpolitik“.)

Ich komme nun zur sogenannten „Golfkrise“ von 1990/91 und zu dem Feindbild „Saddam Hussein“. Der Todfeind Chomeinis schien zunächst absolut nicht zum westlichen Feindbild prädestiniert zu sein. Allgemein wurden seine religiöse Aufklärung, sein relativer Säkularismus, seine Aufgeschlossenheit gegenüber der Frauenemanzipation positiv vermerkt (er zwang die Frauen in hübschen Uniformen mit Sex-Appeal à la Israel zum Kriegsdienst gegen den Iran). Man könnte sogar, wie mir scheint, durch eine genaue Analyse nachweisen, daß in der ersten Zeit nach dem Überfall Saddams auf Kuweit so etwas wie ein ‚Feindbild-Notstand‘ in der Presse herrschte: Es gab noch gar keine stereotypen Saddam-Köpfe, die vom Volk sofort als solche identifiziert werden konnten. Die meisten Karikaturisten versuchten, die Baskenmütze (kein sehr orientalisches Symbol) als Erkennungszeichen einzusetzen. Da war es wiederum Bild, das sozusagen die geniale Lösung fand: Saddam wurde einfach zu dem „Irren“ schlechthin gemacht. „Was macht der Irre jetzt?“ (9.8.1990) – „Deutsche entkam dem Irren“ (20.8.) – „Jetzt quält der Irre auch Deutsche“ – „Der Irre ist umzingelt“ (14.8.) usw. Das funktionierte sogar ohne Foto. Wenn es Fotos gab, wurde versucht, sie per Betonung des Schnurrbarts und ‚fanatischer‘ Retusche der Augen möglichst an Hitler-Outfits anzunähern.

Eine vor allem in Deutschland begreiflicherweise hoch ambivalente Rolle spielt im Zusammenhang mit Saddam das symbolische und das reale Gas. Gas ist gleichermaßen ein gefährliches, „heimtückisches“ Gift (also symbolisch außersystemisch und chaotisch) wie ein industrialistisches Spitzenprodukt (also innersystemisch). Im Historikerstreit versuchte Ernst Nolte seinerzeit, Auschwitz symbolisch in den Orient abzuschieben („asiatische Tat“). Ähnlich funktioniert der Vergaser und Giftmischer Saddam (s. Abb. 11; wobei die fehlenden deutschen Lieferanten ganz zur Ambivalenz passen). Zudem sind Giftgasmörder symbolisch nicht fern von Irren .

Abb 11:

Link Abbildung 11

Der bisherige Verlauf der Eskalation zwischen Saddam Hussein und seinen Gegnern zeigt allerdings einige aufschlußreiche Besonderheiten des infrage stehenden Feindbild-Mechanismus. So funktioniert das subjektlose Feindbild eines „Irren“ offenbar am besten bei relativ kurzem Eskalationsverlauf. Die Dialektik dieses Feindbilds will es ja, daß es beim angeblich herausgeforderten Subjekt (dem Westen) an höchste kriegerische Energien, d.h. auch an höchste Affektintensität appelliert. Dem entsprechen ‚am besten‘ ein rasches Eskalationstempo und schnelle Gewaltausbrüche. Typisch ist etwa die Eskalation um Libyen 1986, wie sie von Bild orchestriert wurde (Abb. 12).

Abb. 12:

Link Abbildung 12a

Man sieht hier die Dialektik des Fanatiker-Feindbilds krude am Werk: Es provoziert und soll ganz offenbar auch beim westlichen Subjekt so etwas wie fanatischen Rachedurst‘ provozieren. Diese Komponente kann natürlich nur in Medien vom Typ der Bild-Zeitung relativ offen ausgesprochen werden. Offiziell bleibt das westliche Subjekt auch in der höchsten Bedrohung noch ‚vernünftig‘ und besonnen1, ‚verliert nicht den Kopf – wenn es auch gezwungen sein kann, mit maximaler kriegerischer Energie zuzuschlagen. Aber selbst dann schlägt es angeblich „chirurgisch“, d.h. therapeutisch zu (Kollektivsymbol des surgical strike).

Der bisherige Verlauf der sogenannten „Golf-Krise“ von 1990/91 hat nun gezeigt, daß bei einem langsamen Eskalationsverlauf die subjektlosen Feindbilder nur schlecht konsequent durchzuhalten sind. Sehr bald konnte nicht geleugnet werden, daß Saddam Hussein (z.B. mit den Geiseln) pokerte. Mit dem Glücksspiel-Symbol war dem Feind aber bereits ein Subjekt-Status konzediert. Bild unterbrach denn auch nach etwa drei Wochen, gegen Ende August, seine Irren-Geschichte. Sie hätte ansonsten eine baldige affektive Entladung gefordert, die bei Ausbleiben in heftige Frustration hätte umschlagen können. Ähnliche Entwicklungen zeichneten sich in den Medien der USA ab. Der neue Saddam Hussein, sozusagen ein kalkulierendes Subjekt innerhalb einer irrsinnigen Psyche, wurde mit Vorliebe Zyniker genannt. Ein eigenartiger ‚dialektischer‘ Umschlag in ein durchaus okzidentales Feindbild!

Es scheint also fast so zu sein, als ob Saddam Hussein bis zu einem gewissen Grade noch heute davon profitierte, daß er so lange im Schatten des westlichen Super-Feindbilds Chomeini tun und lassen konnte, was er wollte (bis hin zur Vergasung kurdischer Dorfbewohner). Wenn es noch eines Arguments gegen subjektlose Feindbilder bedürfte, so wäre es dieses: Die Konzentration der westlichen Medien auf das Feindbild des fanatischen Ajatollah hat alle Blicke jahrelang nur in eine Richtung gelenkt; sie hat von allen anderen Gefahren, Diktatoren, Verbrechen abgelenkt. Sie hat vor allem von Saddam Hussein abgelenkt, dessen Baskenmütze gegenüber dem Turban geradezu sympathisch wirkte. Welche neuen Diktatoren werden sich demnächst im Schatten des neuen Super-Feindbilds Saddam Hussein ungestört entwickeln können?

Es ist Zeit, das zukünftige Feindbild Dritte Welt zu simulieren: Im schlimmsten Fall wird die künftige Weltlage einer Kombination von Huxley und Orwell gleichen. In der nördlichen, „reichen“ Hemisphäre wird u.U. eine gegen den Rest der Welt abgeschottete Normalität von der sexy Fleischfarbe der Brave New World herrschen – mit regelmäßig neuer Mode und billigem Sprit. Gegen die Dritte Welt wird (immer im schlimmsten Fall) ein unerklärter, diskontinuierlicher Weltkrieg der Dritten Art geführt werden. Zwischendurch wird oft über längere Perioden da unten angeblich gar nichts Nennenswertes los sein. Die UNO- oder auch Out of UNO-Eingreiftruppen werden bei der Ernte helfen. Aber plötzlich werden die Medien einen neuen Fanatiker, Fundamentalisten, Traffikanten oder Irren zeigen, gegen den wir lange genug Geduld gezeigt haben und gegen den unsere Geduld jetzt am Ende ist. Im schlimmsten Fall wird der UNO-Sicherheitsrat serienweise Resolutionen wie die Polit-Fiction-reife Resolution 678 vom 29.11.1990 fassen: „Der Sicherheitsrat (…) bevollmächtigt alle Staaten, die mit der Regierung von X zusammenarbeiten, alle notwendigen Mittel einzusetzen, um die Resolution Y umzusetzen und zu verwirklichen, um den Frieden und die internationale Sicherheit in der Region wiederherzustellen, wenn die Regierung von Z nicht bis zum 15. Januar 2001 die oben genannten Resolutionen gemäß dem oben stehenden Paragraphen 1 voll angewendet hat“. Sollten dann Atomwaffen eingesetzt werden, so würden sie zweifelsfrei zu „allen notwendigen Mitteln“ zählen.

Meine These ist, daß ein solcher Zustand nicht ohne (im Sinne der Weltpolizisten) störungsfrei funktionierenden Mechanismus der hier analysierten Feindbilder eintreten kann. Der schlimmste Fall, der GAU dieses Mechanismus würde die Enklave der nördlichen reichen Länder symbolisch zum geschlossenen System mit Subjektstatus machen und die Dritte Welt insgesamt zu chaotischen Viren- und Gift-Fluten ohne Subjektivität, in der sich aber viele bedrohte Exklaven und exponierte Glieder des Nordens befänden. Das maximal wirksame Feindbild eines „fanatischen, fundamentalistischen Irren“ ließe sich bei Bedarf mittels der beschriebenen symbolischen Mechanismen auch auf nicht-islamische Feinde in der 3. Welt ausdehnen: z.B. auf Drogen-Traffikanten und Brutstätten des Terrors. Das wäre die Grundlage für einen jederzeit disponiblen, fatal wirksamen Feindbild-Mechanismus. Ich setze mich also für die größtmögliche Störung dieses Mechanismus ein. Dazu abschließend einige Überlegungen.

Nach meiner Analyse funktioniert das neue Feindbild Dritte Welt strukturell auf drei Stufen: Erstens auf der Stufe fundamentaler symbolischer Kodierungen (System vs Chaos, Subjekt vs Subjektlosigkeit usw.), zweitens auf der Ebene der Kollektivsymbolik (Bazillen, Drogen, Gase usw., die den Körper bedrohen; Saddam, der seinen Krummdolch an meine Schlagader setzt usw.); drittens auf einer quasi kulturtypologischen Ebene (Islam als fanatische Religion, Orient als Raum des Wahnsinns usw.; vgl. dazu die meisterhafte Analyse von Edward Said: „Orientalismus“. Auf allen drei Stufen sind Interventionsmöglichkeiten zu überlegen.

Erstens. Als Feindbild sehen wir einen zähnebleckenden irren Saddam – bombardiert werden sollen aber ggf. neben Männern auch Frauen und Kinder. Aus meiner Analyse ergibt sich, daß insbesondere Feindbilder ohne Subjektstatus in gewisser Hinsicht so gefährlich sein können wie ABC-Waffen. Warum versuchen wir nicht, über besonders infame, menschenverachtende und kriegshetzerische Karikaturen öffentliche Debatten zu erzwingen? Warum machen wir dazu z.B. ad hoc an Unis keine Kurz-Teach-ins? Solche Karikaturen sind Schreibtischtaten in vollem Sinne.

Zweitens. Die Kollektivsymbolik eignet sich teilweise gut für ironische und witzige Interventionen. Ich denke etwa an die Taktik des ironischen Spieß-Umdrehens‘, d.h. der perspektivischen Umkehrung eines Konflikts. Ich gebe ein Beispiel aus Nr. 1 unserer Zeitschrift „kultuRRevolution“ von 1982:

BEITRAG ZUM MILITÄRISCHEN GLEICHGEWICHT
der schwere Zwischenfall im golf von florida
bei dem zwei aus dem hinterhalt angreifende amerikaner
wie gemeldet von libyschen jägern abgeschossen wurden
gibt zu folgender klarstellung anlaß:

die kombinierten luft-, see- und landemanöver
des flugzeugträgers „arabiens sieg“ vor der küste der USA
waren auch der dortigen administration
nach internationalen gepflogenheiten rechtzeitig gemeldet
die regierung dort unten wußte daß ihre territorialzone
niemals von libyen anerkannt worden ist
ihr konnte ferner nicht unbekannt sein
daß libyens präsident den panamakanal bereits vor jahren
unmißverständlich als arabische lebenslinie
sowie nord- und mittelamerika
als für die nationale Sicherheit libyens
essentielle region definiert hat.

die gespielte aufregung
des fanatischen zwergs im weißen haus
dessen unberechenbarkeit nicht zum erstenmal
die welt an den rand eines kriegs manövriert hat
spekuliert in durchsichtigster weise
auf antiarabismus der plumpesten sorte.

Drittens. Hier ginge es darum, die als völlig selbstverständlich geltenden Axiome westlicher Kulturen über fremde, z.B. islamische, Kulturen ‚aufzuknacken‘. Z.B. durch die Überlegung, daß offenbar überall auf der Welt (und keineswegs nur im Orient) unüberbrückbare Widersprüche (Antagonismen) dazu tendieren, die Spielregeln zu erschüttern und Fanatismus hervorzurufen. Wie etwa wird ein Palästinenser reagieren, dem auf seinen Einwand zu Kuweit, auch Marokko habe die Westsahara annektiert, auch die Türkei Nordzypern quasi annektiert, auch Syrien Libanon, auch Indonesien Papua-Neuguinea, auch Israel Ostjerusalem usw. usf. geantwortet wird: Es gibt keinerlei Vergleichbarkeit? Mit Fanatismus.

Schließlich: Wir sollten – wie in diesem Vortrag versucht – die kalten Mechanismen aufzeigen (nicht zu verwechseln mit bewusster Manipulation!), die die heißen Affekte hervorrufen. „Saddam mit dem Krummdolch an meiner Gurgel!“ – will sagen, daß der Sprit teurer werden kann, und zwar sowohl bei Frieden wie bei Krieg – bedeutet allerschlimmstenfalls Fahrradfahren. Das gemeinsame Inhalieren der Feindbilder kann kriegerisches Zusammenrücken (Falkland-Effekt) und die dadurch gegebene, ansonsten vermißte kollektive Wärme schenken. Aber auch gemeinsames Fahrradfahren mit gerettetem Frieden könnte das!

 

  1. Vortrag, gehalten bei der Tagung des Bundes für soziale Verteidigung in Köln-Deutz. Eine Kurzfassung erschien am 16. Januar 1991 in der Frankfurter Rundschau. Das Manuskript wurde im Dezember 1990 abgeschlossen. []

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