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Der NATO-Krieg in Jugoslawien in den Printmedien

 

Eine Einleitung

Von Siegfried Jäger und Margarete Jäger

Erschienen in: Margarete Jäger / Siegfried Jäger (Hg.) 2002: Medien im Krieg. Der Anteil der Printmedien an der Erzeugung von Ohnmachts- und Zerrissenheitsgefühlen, Duisburg, 11-27

Troubadoure im Widerspruch. Zwischen Ratlosigkeit und Akzeptanzbeschaffung für moderne Kriege. Eine diskursanalytische und prinzipielle Vorüberlegung

Medien im Krieg: das ist ein Thema, das seit langem die Gemüter bewegt. Insbesondere seit dem Vietnamkrieg, bei dessen Verlauf und für dessen Ende die Medien eine herausragende Rolle gespielt haben,1 aber auch seit dem Golfkrieg und den verschiedenen militärischen Interventionen etwa in Somalia und auf dem Balkan wurde die Rolle der Medien im Krieg thematisiert und diskutiert.2

Wir wollen im folgenden, am Beispiel des NATO-Krieges gegen Jugoslawien, oft euphemistisch als Kosovo-Krieg bezeichnet, diese neue Rolle der Medien beleuchten, die diese für die Legitimierung, die Akzeptanz oder zumindest die Hinnahme des Krieges in der Bevölkerung gespielt haben.3 Kriegsberichterstattung allgemein, insbesondere aber die Problematik einer »wahren« und authentischen Berichterstattung unter Kriegsbedingungen und deren Folgen für die weitere Kriegsführung, für die Entwicklung von Gegenwehr und die Eröffnung diplomatischer Spielräume: das sind heiße Eisen, an denen man sich schnell die Finger verbrennt, wenn man sie anzufassen versucht.4

Michel Foucault hat darauf hingewiesen, dass sich durch den modernen Krieg das Verständnis von »Wahrheit« gegenüber einem – wie er sagt – philosophischen Wahrheitsverständnis grundlegend geändert hat:

»Das Subjekt«, so schreibt er, »das in diesem Diskurs spricht, das ›ich‹ sagt oder ›wir‹ – dieses Subjekt kann nicht und will auch gar nicht die Position des Juristen oder des Philosophen einnehmen, d.h. die Position des universalen, totalisierenden und neutralen Subjekts. In den allgegenwärtigen Kämpfen, von denen er spricht, ist derjenige, der spricht, der die Wahrheit sagt, der Geschichten erzählt, der die Erinnerung zurückholt und die Vergessen beschwört, der ist unbedingt auf der einen Seite oder auf der andern; er steht in der Schlacht, er hat Gegner, er arbeitet für den Sieg, und zwar für einen einseitigen Sieg. Gewiß führt auch er die Rede des Rechts, er beruft sich auf das Recht. Aber was er einklagt, das sind seine Rechte – unsere Rechte, sagt er, besondere Rechte, die durch Eigentum, Eroberung, Sieg, Natur gekennzeichnet sind […]. Das Subjekt, das vom Recht spricht oder vielmehr von seinen Rechten, spricht auch von der Wahrheit. Aber es ist nicht die universale Wahrheit des Philosophen. […] Das heißt, es ist eine Wahrheit, die sich nur von ihrer Kampfstellung aus entfalten kann, von dem angestrebten Sieg aus […] Die Zugehörigkeit der Wahrheit zum Frieden, die Zugehörigkeit der Wahrheit zur Neutralität, die Zugehörigkeit der Wahrheit zu den Vermittlungen […], sie löst sich auf. In einem Diskurs wie dem da wird man einerseits die Wahrheit umso besser sagen, wenn man in einem Lager steht; es ist die Zugehörigkeit zu einem Lager, es ist die entmittete Stellung, die es ermöglicht, die Wahrheit zu entziffern. […] Die Wahrheit ist ein Mehr an Kraft […] Die wesenhafte Zugehörigkeit der Wahrheit zu den Kräfteverhältnissen, zur Asymmetrie, zur Dezentrierung, zum Kampf, zum Krieg ist in diesen Typen von Diskursen fest eingeschrieben. Die befriedete Universalität, die der philosophisch-juridische Diskurs immer […] voraussetzte, ist hier zutiefst in Frage gestellt. […] Die Rolle des Sprechenden ist also nicht die Rolle des Gesetzgebers oder des Philosophen, zwischen den Lagern, die Person des Friedens und des Waffenstillstandes […], die sich zwischen die Gegner stellt, in die Mitte und darüber, jedem ein allgemeines Gesetz auferlegt und eine gleichgewichtige Ordnung gründet – darum geht es hier nicht. Es geht um ein asymmetrisches Recht, um eine Wahrheit als Waffe und um ein apartes Recht: Das sprechende Subjekt ist ein polemisches, nein ein kriegerisches Subjekt, in die herkömmliche Rede der Wahrheit und des Gesetzes kommt ein Riß […]« (Foucault 1986, 13 ff.)

Was Foucault hier feststellt, das gilt auch für das sprechende Subjekt »Journalist« bzw. »Journalistin«, ja für den gesamten Mediendiskurs. Und darum geht es in diesem Buch. Denn: »Der Zugang zum Phänomen Krieg erfolgt – fast – ausschließlich über die Medien.« (Naumann 2001, 30)

Um von vornherein Missverständnisse zu vermeiden: Es geht hier nicht darum, das Kriegsgeschehen als solches zu kritisieren, so kritikabel es ist.5 Es geht auch nicht darum, Slobodan Milosevic und »die« Serben in Schutz zu nehmen. Letzteres ist nicht – wir sagen es ausdrücklich – Aufgabe von Wissenschaft. Es geht uns auch nicht darum, ob die Medien im Krieg als Propagandamittel und »Waffe« eingesetzt wurden.6 Wir haben den Mediendiskurs unter der Fragestellung analysiert, ob und inwiefern er dazu beigetragen hat und weiterhin dazu beiträgt, Akzeptanz und Parteinahme für »unsere« Seite bzw. generell die Hinnahmebereitschaft von Kriegen in der Bevölkerung zu erzeugen und das Führen von Kriegen, auch unter deutscher Beteiligung, als Normalität zu installieren. In diese Fragestellung geht ein, dass den Medien und damit auch den einzelnen Journalisten eine erhebliche Mit-Verantwortung dafür zukommt, ob Kriege geführt werden können, ob sich Zustimmung zur Kriegsführung generell herstellt oder ob das Gegenteil der Fall ist.7

Fragt man Journalistinnen nach ihrer gesellschaftlichen Verantwortung, insbesondere auch im Hinblick auf die mediale Begleitung von Kriegen, so erhält man nicht selten zur Antwort: »Wir sind nur die Troubadoure der Wirklichkeit und dieser verpflichtet. Wir bemühen uns, die Wahrheit zu schreiben, so gut wir es vermögen.« Wir halten dieses Selbstverständnis für ein Selbstmissverständnis, das durch die Kriegsberichterstattung, die wir analysiert haben, gründlich konterkariert wird. Journalistinnen, auch Bildjournalistinnen sind keineswegs nur »Sänger«, Boten oder Überbringer von (guten oder schlechten) Nachrichten. Sie sind immer auch Täter. Sie können und sollten sich nicht hinter der Maske einer Neutralität und Objektivität verstecken – weder bei der Kriegsberichterstattung noch bei ihren Berichten über anderes Geschehen.

Zwar stellen Kriege, insbesondere Kriege der neuen Art, bei denen einige Konsequenzen aus der Rolle der Medien im Vietnamkrieg gezogen worden sind, Journalisten vor ein großes Problem: Wie soll man berichten, wenn man nicht (mehr) oder nur äußerst selektiv zu den Schauplätzen zugelassen wird? Wie soll man berichten, wenn man auf Informationen der Kriegsparteien angewiesen ist, auf deren Authentizität kein Verlass ist, weil sie diese manipulieren, zurückhalten oder auch fälschen? Troubadoure in der Zirkuskuppel – ratlos?

Offenbar nicht! Denn berichtet wurde trotz dieser Erkenntnisse und Erfahrungen, und dies nicht zu knapp.8 In den 78 Tagen des NATO-Kriegs gegen Jugoslawien überschlugen sich deutsche Zeitungen und Zeitschriften und überboten sich gegenseitig mit Extraseiten und ausufernden Reportagen. In den von uns untersuchten acht Zeitungen erschienen mehr als 5000, oft reich bebilderte Artikel9, gelegentlich ausgestattet mit redaktionellen Kästen, in denen zu lesen war, dass man für die Richtigkeit oder gar »Wahrheit« der Informationen nicht geradestehen könne und den Leser/die Leserin bitte, die Quellenangaben zu beachten, um sich selbst ein Urteil bilden zu können.10 Diese etwas nervös vorgetragene Bankerotterklärung der Troubadour-Theorie hinderte Journalistinnen jedoch nicht daran, weiter zu schreiben und zu reportieren, zu interviewen und mit Bildern zu schießen, auch wenn auf ihnen nicht viel Authentisches zu sehen sein konnte.11

Nur das Wochenmagazin Focus, das sich ja bekanntlich streng auf die Wiedergabe von Fakten eingeschworen hat, berichtete äußerst spärlich: offenbar war nicht viel zu holen an »Fakten«, also schwieg man lieber. Doch andernorts wurde fleißig berichtet und kommentiert, debattiert, kritisiert und legitimiert. Irgendwie versuchte man, mit dem Selbstwiderspruch, Fakten liefern zu wollen, dies nicht zu können und dennoch berichten zu wollen, fertig zu werden, weit davon entfernt, diesen Widerspruch auflösen zu können oder vielleicht auch auflösen zu wollen.

Das »Ereignis dieses Krieges«12 verlangte quasi naturhaft danach, dargestellt zu werden, und so schrieb man denn drauflos – komme was wolle. Lag also reine mediale war fiction vor, der sich nur das sonst so wenig pingelige F OCUS -Magazin enthielt, also »sauber« blieb?

Welche Auswirkungen aber hatten diese Berichte auf Gefühle und Bewußtsein der Rezipientinnen? Die Medienwirkungsforschung vermag darauf keine Antwort zu geben. Sie meint zwar, salopp ausgedrückt, dass Medien Wirkung erzielen, kann aber kaum etwas darüber sagen, wie dies denn vonstatten gehe und wie die Wirkung zustande komme. Es gebe zwar viele Theorien, aber nichts Genaues wisse man nicht.13

Die folgende Untersuchung zur Rolle der Print-Medien bei der Kriegsberichterstattung, die sich für andere Kriege zumindest seit dem Golf-Krieg von 1990 dahingehend verallgemeinern lässt, daß sie nicht berichten kann, weil die Medien von den Schauplätzen weitestgehend ferngehalten und als Mittel der gegenseitigen Propaganda missbraucht werden, geht von der Feststellung aus, daß Medien niemals nur informieren, sondern Bewusstsein formieren. Diese grundlegende Erkenntnis der Diskurstheorie, wie sie von Michel Foucault entwickelt und insbesondere in Bezug auf die Medien von Jürgen Link und anderen weiter entfaltet wurde, ist bisher von der Forschung nicht oder nur am Rande zur Kenntnis genommen worden.14 Es geht im folgenden daher vor allem darum, die Wirkung der Medien im Krieg auf das Massenbewusstsein aufzuzeigen. Dabei wird die These vertreten, dass die Art und Weise der Berichterstattung und der Kontext, in den sie sich selbst gestellt hat, erheblich mit dazu beigetragen hat, daß in der Bevölkerung ein Gefühl der Zerrissenheit und Hilflosigkeit gegenüber einem anonymen Geschehen entstehen konnte.15 Es entstanden Ohnmachtsgefühle und Trauer, die aber passiv blieben und sich allenfalls in der Bereitschaft äußerten, den vom Krieg Betroffenen durch großzügige Spenden zu helfen – vor Ort, versteht sich, denn ins eigene Land sollten die Kriegsflüchtlinge nun auch nicht kommen.16

Um die Ausgangsthese etwas genauer diskurstheoretisch zu begründen, bedarf es einiger weiterer Vorbemerkungen.17 Die Diskurstheorie geht davon aus, dass Diskurse, die als »Wissensflüsse durch die Zeit« verstanden werden (vgl. Jäger 1999), aus der Vergangenheit kommend, durch die Gegenwart fließend und in die Zukunft hinein weiterwirkend, individuelles und gesellschaftliches Bewusstsein konstituieren und damit die Basis darstellen, auf der individuelles und gesellschaftliches Handeln aufruhen und insofern Macht ausüben. Das Wissen, das der Diskurs, und dabei in modernen Gesellschaften insbesondere der mediopolitische Diskurs, bereitstellt, formiert Subjekte und dominiert als gesellschaftlicher Diskurs den mainstream des (hegemonialen) gesellschaftlichen Wissens und damit der Gestaltung von gesellschaftlicher Wirklichkeit generell. Dies können Diskurse deshalb, weil sie ihr Wissen in kontinuierlich verabreichten kleinen Dosen, die aber rekursiv an die Rezipientinnen herangetragen werden, allmählich in festes und allgemein anerkanntes, also gültiges Wissen verwandeln, das vielfach den Status von »Wahrheit« oder zumindest doch »Richtigkeit« erreicht.18 Abweichungen im Bewusstsein, Wissenskontroversen, die dennoch vorkommen und ausgetragen werden, ruhen dabei in der Regel auf einem Grundkonsens auf, der selbst als Resultat hegemonialer diskursiver Wirkung anzusehen ist.

Wenn also der FOCUS nicht berichtet, weil er nichts »Authentisches« zu berichten hat, sitzt er noch einmal dem Irrtum des Journalismus auf, seine Funktion bestünde genau in dieser Aufgabe allein. Für diese Zurückhaltung des FOCUS mag man dankbar sein, denn nach Kenntnis seiner Diskursposition wäre doch nur zu erwarten gewesen, dass dieses Magazin sich noch parteiischer und frivoler an einem medialen Diskurs beteiligt hätte, als dies der große Rest des Blätterwaldes ohnedies getan hat.19 Dieser aber, der sich ständig larmoyant auf die ihm auferlegten Beschränkungen berief, formierte ein gesellschaftliches Bewusstsein, das in größeren Teilen der Bevölkerung, wenn auch nicht durchweg zur Akzeptanz, so doch zur Hinnahme des Krieges führte.

Dabei hat es keineswegs an Bemühungen gefehlt, auch Kritik am Krieg und an den angewandten Strategien der Kriegsführung zu üben, doch diese Kritik blieb merkwürdig fad, auch deshalb, weil man sich der Verantwortung für die Bewusstseinsformierung nicht bewusst war oder sich ihr nicht stellen konnte oder auch nicht wollte. Die breiten Debatten, die im Stile dialektischer Besinnungsaufsätze geführt wurden, die auch kritische Positionen enthielten, kamen im Resultat meist dazu, die Unvermeidbarkeit des Krieges zu betonen und damit ihre eigenen kritischen Potentiale wieder zuzudecken.

Hinzu kommt, dass ja auch die Schreibenden selbst in den mediopolitischen Diskurs verstrickt sind, der sie darin behindert, kritische Distanz zu eben jenem hegemonialen Diskurs zu entwickeln.

Dies ist allerdings kein unabwendbares Schicksal, wie bereits Victor Klemperer in seiner Auseinandersetzung mit den äußerst hermetischen Diskursen des Faschismus zeigen konnte.20 Die Macht der Diskurse über Individuen und Gesellschaft ist, wie Klemperer zeigen konnte, zwar groß. Denn ein wie auch immer falsches Wissen, oft genug wiederholt, setzt sich in den Köpfen der Menschen als gültiges Wissen fest und bestimmt ihr Tun und Lassen, so wenig verträglich mit Menschenrecht und Demokratie es auch sein mag. Doch – und darauf legt Klemperer besonderen Wert – das ist keineswegs unvermeidbar, selbst nicht unter einem totalitären Regime wie dem »Dritten Reich«, das durch Zensur und Sprachregelung den faschistischen Diskurs verfestigte und unangreifbar zu machen versuchte. Diskurse können nur dann ihre totale Macht über das Denken entfalten, wenn man sich – mit Klemperer zu sprechen – ihnen unbewusst und kritiklos überlässt.

Insofern versteht sich unsere Analyse der Medienberichterstattung zum NATO-Krieg gegen Jugoslawien nicht (nur) als Sprach- und Diskurskritik; sie geht über Sprachkritik im engeren Sinne insofern hinaus, als davon ausgegangen wird, dass Diskurse das gesellschaftliche Geschehen sehr stark bestimmen. Unsere Analysen zielen nicht allein darauf ab, die entsprechenden Diskurse zu beschreiben, sondern insbesondere darauf, sie kritisch daraufhin zu beleuchten, inwiefern und durch welche sprachlichen und symbolisch-rhetorischen Mittel sie das Sagbarkeitsfeld bezüglich des Kriegsgeschehens eingrenzen, also bestimmte Positionen zulassen und andere nicht, indem diese entwertet werden; ferner, welche Wissens- und Denkvorgaben sie enthalten, durch die individuelle und gesellschaftlich dominante Diskurspositionen bzw. »Wahrheiten« normalisiert und damit bestimmend werden. Auf dem Hintergrund solcher Analysen wird es möglich, einige Vorschläge zur Vermeidung kritikloser und eskalierender Berichterstattung vorzulegen und damit der passiven Hinnahme kriegslegitimierender Berichterstattung entgegenzuwirken.

Die Analysen beziehen sich in erster Linie auf die Print-Medien. Dass auch das Fernsehen zur Verfestigung von Hinnahme und Ohnmachtsgefühlen beigetragen hat, soll allerdings nicht bestritten werden.21

Die grundsätzlichen Fragestellungen, die an die Medienberichterstattung über den NATO-Krieg in Jugoslawien heranzutragen sind, lauten also:

  1. Hat der Medien-Diskurs zur Durchsetzung eines kriegseskalierenden Konfliktlösungsmodells im NATO-Krieg beigetragen bzw. fungierten die Medien als Akzeptanzbeschaffer und Produzenten von Applikationsvorgaben für die Bevölkerung(en) und für die Politik?
  2. Lassen sich Vorschläge für die Vermeidung konfliktverschärfender Berichterstattung erarbeiten und an Journalistinnen und Leserinnen vermitteln?

Forschungsgrundlagen: Kritische Diskursanalyse

Wie in allen Projekten des DISS war das Analyseverfahren das der Kritischen Diskursanalyse (vgl. Jäger 1999). Dazu hier nur einige zusätzliche Bemerkungen, um die Anlage des Forschungsdesigns in den Grundzügen nachvollziehbar zu machen.

Diskurse sind institutionalisierte Redeweisen, die machtvoll sind, insofern sie Handeln und Gestalten von Wirklichkeit zur Folge haben (vgl. Link/Link-Heer 1994). Dies macht die Wirkung bzw. die Macht von Diskursen aus, insbesondere aber die des Mediendiskurses, der von der mediopolitischen Klasse stark dominiert wird, (ohne daß sie ihn restlos beherrschte).22

Diskurse können – zunächst noch sehr an der Oberfläche gesagt – als der prozessierende Zusammenhang von Form und Inhalt von Äußerungen begriffen werden; ihre Analyse beantwortet, grob gesagt, die Frage danach, was zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. in einem bestimmten Zeitraum von wem wie sagbar war bzw. sagbar ist. Das bedeutet, dass immer auch die Frage danach gestellt ist, was nicht sagbar war bzw. ist. Abweichungen vom Sagbarkeitsfeld werden meist harsch zurückgewiesen oder sogar unter Strafe gestellt.

Wichtig ist nun ferner, und darauf ist ganz besonderer Nachdruck zu legen, dass diese Sagbarkeiten mit Machteffekten verbunden sind, insofern die in Diskursen transportierten Inhalte als derzeitig gültige »Wahrheiten« als Applikationsvorgaben (Vorbilder) für individuelles und gesellschaftliches Handeln fungieren.

Diskursanalyse ist primär ein qualitatives Analyseverfahren, das allerdings auch quantitative Aussagen zulässt, insofern Schwerpunkte der Berichterstattung, thematische Häufungen und Trends ausgemacht werden können. Durch eine mehrschrittige Analyse können jeweilige Schwerpunkte ausfindig gemacht werden, die jedoch vor dem Hintergrund der gesamten Bandbreite des Sagbarkeitsfeldes verortet werden.

Die ›Werkzeugkiste‹ (Michel Foucault), die für die Analyse zur Verfügung steht, enthält sowohl linguistische, literaturwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche und diskurstheoretische, also insgesamt kulturwissenschaftlich entwickelte Instrumente, etwa die Untersuchung der Kollektivsymbolik, der Argumentationsstrategien, der Komposition, der Pronominalstruktur, des Wortschatzes und des Stils, rhetorischer Figuren etc.23 Beachtet werden dabei zudem unterschiedliche Diskursebenen (etwa Wissenschaft, Politik, Medien, Alltag), Diskursstränge (das sind die auf diesen Ebenen auftretenden Themen) und deren Verschränkungen (Themenverschränkungen) sowie deren Effekte; ferner die Ermittlung diskursiver Ereignisse, der jeweiligen Diskursposition (= Ermittlung von »politisch-ideologischen Einstellungen« durch kritische Hinterfragung der Äußerungen) u.a.

Diskursanalyse versteht sich als ein genuin kritisches Verfahren insofern, als die Analyse auch als eine Rekonstruktion des Diskurses mit den darin enthaltenen Macht- und Herrschaftsstrukturen begriffen werden muss. Diese werden durch die Analyse sichtbar und damit natürlich auch leichter kritisier- und bekämpfbar gemacht.

Natürlich ist die Kritik selbst ebenso diskursiv eingebettet. Die Kritiker begeben sich auf das diskursive Kampffeld und versuchen, ihre Schlussfolgerungen aus der Analyse in geeigneter Weise einzubringen. Dabei können sie sich durchaus auf Verfassungen und/oder allgemeine Menschenrechte berufen, wobei sie sich allerdings darüber im klaren sein sollten, dass Verfassung und Menschenrechte selbst Resultate diskursiver Prozesse sind. Hier geht es nicht um die Durchsetzung von Wahrheiten, sondern um den Kampf um ethische Positionen.

Perspektiven der Untersuchung

Wenn Diskursanalyse der Frage nachgeht: Von wem kann etwas wie zu einem bestimmten Zeitpunkt gesagt werden, dann bedeutet dies für die Durchführung des Projekts, dass herausgefunden werden sollte: Wie haben die Print-Medien (als diskursive Ebene) den Kriegsdiskurs (als Diskursstrang) innerhalb der Zeit vom 24./25.3. bis 10.6.1999 (der ›heißen‹ Kriegsphase) produziert und reproduziert?

Um die eingangs aufgeworfenen Fragestellungen zu bearbeiten, erwies es sich als sinnvoll, die Berichterstattung über den NATO-Krieg gegen Jugoslawien unter verschiedenen Perspektiven zu untersuchen. Dazu wurden auf der Grundlage einer (zunächst) vorläufigen Materialsichtung die folgenden Fragestellungen (als vorläufige Arbeitsthesen) entwickelt:

1. Die Unvermeidbarkeit des Krieges: Eine hervorstechende Argumentation, die von den Verantwortlichen allenthalben über die, aber auch von den Medien verbreitet wurde, war die, dass dieser Krieg unvermeidbar und alternativlos gewesen sei. Dabei standen verschiedene Begründungen im Vordergrund. Sowohl das Verhindern einer – wie es hieß – »humanitären Katastrophe« und eines zweiten Auschwitz wurden immer wieder und eindringlich beschworen. Damit sollte bzw. konnte deutlich gemacht werden, dass es sich um einen »gerechten Krieg« handelt, der es rechtfertigt, dass geltendes Völkerrecht nicht beachtet wurde.24

2. Kritik am Krieg: Die Eindringlichkeit, mit der in den Medien der Krieg als unvermeidbar behandelt wurde, verweist allerdings darauf, dass man in der Bevölkerung nicht unbedingt mit Zustimmung rechnen konnte. Und in der Tat zeigten Umfragen während der Kriegszeit, dass die Zustimmung zum NATO-Einsatz, noch dazu unter Beteiligung Deutschlands, nicht durchgängig und überwältigend war. Daher waren in den Medien auch kritische Stimmen zu hören, die sich gegen den Krieg aussprachen. Sie konnten allerdings keine Wirkung entfalten, durch die die Öffentlichkeit gegen den Krieg hätte mobilisiert werden können. Auf die politischen und militärischen Handlungsträger konnte so keinerlei Druck ausgeübt werden.

Dies wirft die Frage auf, warum sich die Kritik am Krieg in den Medien nicht hat durchsetzen können. War sie vielleicht deshalb unzureichend, weil sie sich selbst auf eine militärische Logik eingelassen hat oder einlassen musste? Oder hat sich die Kritik deswegen nicht durchsetzen können, weil sie keine gangbaren Alternativen aufzeigen konnte?25

3. Schließlich waren diese kritischen Äußerungen einem »Bombardement« emotional aufgeladener Bilder ausgesetzt, die die Akzeptanz für den Krieg erhöhten. Der Einsatz von Fluchtbildern mit Alten, Kranken, Frauen und Kindern führte zu der Auffassung, dass gegen die Verursacher solchen Elends unbedingt vorzugehen sei. Dass die Bomben dazu beitrugen, solches Elend überhaupt erst zu produzieren, wurde auch dadurch in den Hintergrund gerückt, dass gleichzeitig durch eine Fülle von Infografiken demonstriert wurde, daß die Militärs strategisch klug und gezielt operierten. Solche Infografiken zeigten u. a. topographische Karten, technische Details der eingesetzten Waffen etc. Diese Bilder, die zudem in einem hohen Maße kollektivsymbolisch aufgeladen sind, trugen zur Akzeptanz des Geschehens und zur Ruhigstellung der Öffentlichkeit bei.26

4. Doch die Medienberichterstattung über den Kosovo-Krieg zeichnete sich nicht nur durch einen massiven Einsatz von Bildern aus, sie nahm auch Stellung zu bzw. setzte sich auseinander mit den strategischen Vorgaben, die von Militär und Politik in den jeweiligen Phasen des Krieges diskutiert wurden. Der mögliche Einsatz von Bodentruppen – mit oder ohne Beteiligung deutscher Soldaten –  war z.B. eine solche Vorgabe. Die Beschäftigung mit dieser Frage hat zum Ziel, herauszuarbeiten, welche Modelle bzw. welche Applikationsvorgaben für zukünftige Kriege durch die Medien verbreitet wurden. Dabei steht die Frage, ob sich die Medien auf kriegseskalierende Weise an der Debatte um derartige Vorgaben beteiligten oder ob sie zur Deeskalation beitrugen.27

5. Schließlich stach während des Krieges die laufende Thematisierung und Problematisierung der Rolle der Medien durch diese selbst hervor. Dabei standen Fragen im Vordergrund, die sich mit der Funktion der Kriegsberichterstattung im Unterschied zur Berichterstattung in Friedenszeiten beschäftigten. Dies kann durchaus als ein Indiz dafür gewertet werden, dass die Medien sich gegen eine Instrumentalisierung – von welcher Kriegspartei auch immer – zur Wehr setzen wollten. In diesem Zusammenhang wurde auch das Problem der »wahren« Berichterstattung diskutiert. Damit wird eine andere Perspektive auf journalistische Tätigkeit angesprochen, in der die Authentizität des Geschehens nicht mehr als Selbstverständlichkeit angesehen wird. Inwieweit diese Perspektive auch über die Kriegsberichterstattung hinaus Bestand haben kann, inwiefern solche Berichte einer Instrumentalisierung entgegenwirkten, lässt sich durch eine Analyse dieser Debatte beantworten.28

Skizze des Untersuchungsdesigns

1. Die Materialbasis

Der erste Schritt bei der konkreten Umsetzung dieser Fragestellungen bestand in der Erstellung eines Archivs , in das alle relevanten Texte (Diskursfragmente zum Thema NATO-Krieg gegen Jugoslawien) aufgenommen wurden. Mittels einer qualitativen Auswahl wurde aus diesem Archiv das Untersuchungskorpus erstellt.29 Um das gesamte Sagbarkeitsfeld im Kriegsdiskurs zu erfassen, mussten alle relevanten diskursiven Positionen ins Archiv einfließen.30 Auf diese Weise lässt sich das politische Spektrum des mainstream-Diskurses, das durch die Medien der Mitte präsentiert wird, erfassen. Dieses Spektrum ist für die diskursive Entwicklung in Deutschland insofern bedeutend, als es zur Meinungsbildung und Wissensvermittlung in diesem Land in bestimmender Weise beiträgt. Das in ihnen und durch sie produzierte bzw. reproduzierte Wissen kann dazu führen, dass politisches Handeln bis hin zum Führen von Kriegen allgemein oder doch mehrheitlich akzeptiert, mehr oder minder widerwillig hingenommen oder auch abgelehnt wird.

Neben der Erfassung der wichtigsten Diskurspositionen wurden auch die unterschiedlichen Erscheinungsweisen der Medien berücksichtigt. Insgesamt wurden die folgenden fünf Tageszeitungen und drei Wochenmagazine ausgewertet:

FRANKFURTER RUNDSCHAU,

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG,

WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG,

DIE TAGESZEITUNG,

BILD,

DIE ZEIT,

DER SPIEGEL und

FOCUS.

Insgesamt wurden 5308 Artikel ins Archiv aufgenommen. Es entstand so ein Printmedienarchiv von allen zum Krieg erschienenen Artikeln aus acht verschiedenen Presseorganen im Zeitraum des Kriegsgeschehens.31

Unter diskursanalytischen Gesichtspunkten, bei denen es vor allem um die Erfassung der qualitativen Momente geht, ist dieses Archiv jedoch nicht gleichbedeutend mit dem Untersuchungskorpus. Die Erstellung des Korpus erfolgte unter Berücksichtigung folgender Gesichtspunkte:

Um die Berichterstattung zum Kriegsverlauf umfassend nachvollziehen zu können, ist es erforderlich, jeweils eine Wochen- und Tageszeitung komplett aufzunehmen, da auf diese Weise alle Phasen des Krieges berücksichtigt werden können. Ansonsten sollten die aus dem Archiv erfassten Artikel solche sein, in denen eine Bewertung des Krieges zum Ausdruck gebracht wird. Allerdings ist dabei auf die Pluralität des in dem jeweiligen Organ vorhandenen Meinungsspektrums zu achten. Für die archivierten Tageszeitungen bedeutete dies, daß neben einem »Leitorgan«, dessen Artikel komplett aufgenommen wurden, ansonsten lediglich Kommentare, Fremdbeiträge, Interviews und Leserbriefe ins Korpus integriert wurden.

Aufgrund ihrer ausführlichen Berichterstattung, die sich zudem dicht an offiziellen Positionen (z.B. innerhalb der rot-grünen Bundesregierung) orientierte, war die FR besonders geeignet, als »Leitorgan« zu fungieren.

Mittels einer Datenbank wurden deshalb aus den von uns archivierten Tageszeitungen folgende Beiträge des Zeitraums 24./25.3.1999 bis 10.6.1999 ins Korpus aufgenommen.

  • FRANKFURTER RUNDSCHAU: Alle Artikel
  • FAZ: alle Kommentare, Interviews, Fremd- bzw. wissenschaftliche Beiträge und Leserbriefe
  • WAZ: alle Kommentare, Interviews, Fremd- bzw. wissenschaftliche Beiträge und Leserbriefe
  • TAZ: alle Kommentare, Interviews, Fremd- bzw. wissenschaftliche Beiträge und Leserbriefe
  • BILD: alle Kommentare, Interviews, Fremd- bzw. wissenschaftliche Beiträge und Leserbriefe32

Das Archiv der Wochenzeitungen ließ sich auf folgende Weise sinnvoll zu einem Korpus zusammenfügen: Da sich solche Magazine dadurch auszeichnen, Hintergrundberichte und längere Reportagen zu veröffentlichen, in denen Nachrichten und die Bewertung der Nachrichten ineinander übergehen, hätte eine Auslassung solcher Beiträge die Aussagekraft der Analyse stark eingeschränkt. Insofern war die Erfassung aller Artikel aus Wochenmagazinen, die den NATO-Krieg zum Gegenstand hatten, notwendig. Da jedoch die zeitliche Schiene, mit der der Kriegsverlauf festgehalten werden sollte, bereits durch eine Wochenzeitung (DIE ZEIT) im Korpus enthalten war, bot sich eine alternierende Erfassung der restlichen Magazine an.

Mittels einer Datenbank wurden deshalb aus den von uns archivierten Wochenzeitungen folgende Beiträge ins Korpus aufgenommen.

  • DIE ZEIT: alle Artikel (Ausgabe Nr. 14 bis 23 (1999))
  • FOCUS: alle Artikel im zweiwöchigen Rhythmus: (Ausgabe Nr. 14, 16, 18, 20, 22 (1999))
  • SPIEGEL: alle Artikel im zweiwöchigen Rhythmus: (Ausgabe Nr. 13, 15, 17, 19, 21, 23, 25 (1999))

Alle Artikel wurden in eine Datenbank eingegeben, die folgende Angaben festhielt:

  • Datum bzw. Ausgabe der Zeitung
  • Titel
  • Untertitel
  • Motto – falls angegeben – unter dem der Artikel erschien33
  • Textsorte34
  • Quelle: Bericht einer Nachrichtenagentur, Artikel, der von einem oder mehreren Journalistinnen gezeichnet wird
  • Inhalt: Knappe Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen (der »Botschaft«) des Artikels
  • Verschränkungen mit anderen thematischen Feldern (Diskurssträngen): Hier wurden Hinweise notiert, die in einem weiteren Schritt eine Zuordnung zu den unterschiedlichen Fragestellungen (s.o.) möglich machten.35
  • Stellung zum Krieg: pro/contra

Nachdem das Korpus der Untersuchung auf diese Weise verschlüsselt und in Datenbanken erfasst worden war, konnten durch Filterabfragen für die jeweiligen Teiluntersuchungen Dossiers (= auf die spezifischen Fragestellungen zugeschnittene Korpora) zusammengestellt werden. Dabei mussten viele Artikel mehrfach aufgenommen werden, weil in einem und demselben Artikel in der Regel unterschiedliche Themen (Unter-Diskursstränge) angesprochen sind.

2. Der Gang der Analyse in den jeweiligen Teiluntersuchungen

In den Untergruppen des Projekts erfolgten die folgenden Arbeitsschritte:

1. Die einzelnen Projektgruppen stellten in einem ersten Schritt »ihr« Dossier zusammen.

2. Auf dieser Basis wurde eine Strukturanalyse für jede Zeitung erstellt. Diese bestand darin, daß aus dem gesamten jeweiligen Dossier für jede Zeitung/Zeitschrift die inhaltlichen Trends sowie die vorherrschenden Präsentationsformen (Inhalt und Form = Diskurs) herausgearbeitet wurden. Dabei wurden durchaus auch quantitative Momente berücksichtigt, insofern Häufungen Aussagen darüber erlauben, wo Schwerpunkte im Diskurs zu verorten sind. Eine für den Fortgang der Analyse wichtige Aufgabe bestand darin, für das jeweilige Thema typische Artikel aufzufinden. Typische Artikel sind solche, die möglichst alle Aspekte der Berichterstattung zu den jeweiligen Unterthemen in inhaltlicher und formaler Hinsicht enthalten. Solche Artikel bilden die Grundlage für die später erfolgenden Feinanalysen.

3. In einem weiteren Schritt wurden diese Strukturanalysen synoptisch-vergleichend und zusammenfassend analysiert, wodurch ein Überblick über die Behandlung des jeweiligen Unterthemas in allen acht Zeitungen erzielt werden konnte. Es wurde also herausgearbeitet, wie der Mediendiskurs die jeweilige Fragestellung insgesamt behandelt hat.

4. Aus den in den jeweiligen Strukturanalysen aufgefundenen typischen Artikeln wurden mittels einer sogenannten »Übergangsanalyse« die Artikel ausgesucht, die für die gesamte Fragestellung (also nicht nur für die jeweilige Zeitung) als typisch gelten können.

5. Diese Artikel (in der Regel zwei oder drei) wurden dann einer Feinanalyse unterzogen.

6. Nach Abschluss dieser Feinanalysen wurde eine Gesamtanalyse zur jeweiligen Fragestellung vorgenommen, wobei die Ergebnisse der Feinanalysen und der synoptischen Analyse aufeinander bezogen und im Zusammenhang interpretiert wurden.

7. Die Ergebnisse der einzelnen Teiluntersuchungen wurden einer abschließenden synoptischen Analyse unterzogen, aus der Schlussfolgerungen erarbeitet wurden, wie zukünftig kriegseskalierende bzw. den Krieg passiv rezipierende Berichterstattung vermieden werden kann.

 

Literatur

Bussemer, Thymian 1999: Der Kosovo-Krieg und die Medien. Info-Desaster oder Punktsieg des Journalismus?, Vorgänge 147, September 1999, Heft 3, 1-10.

Cleve, Gabriele / Bertram, Alexandra / Karaoglu, Zühal / Yilmaz, Gülsüm 2002: Das Problem der „wahren“ berichtersattung. Die Medien über die Rolle der Medien im Krieg, in: Jäger / Jäger (Hg.), 173-226.

Elsässer, Jürgen 2000: Kriegsverbrechen. Die tödlichen Lügen der Bundesregierung und ihre Opser im Kosovo-Konflikt, Hamburg.

Foucault, Michel 1986: Vom Licht des Krieges zur Geburt der Geschichte, Berlin.

Greiner, Bernd 2001: Der kurze Sommer der Anarchie. Zur Rolle der amerikanischen Presse während des Vietnamkriegs, Mittelweg 36, Juni/Juli 2001, 20-24.

Ignatieff, Michael 2001: Virtueller Krieg. Kosovo und die Folgen, Hamburg.

Jäger, Margret 1996: Fatale Effekte. Die Kritik am Patriarchat im Einwanderungsdiskurs, Duisburg.

Jäger Margret /Jäger, Siegfried 1999: Gefährliche Erbschaften. Die schleichende Restauration rechten Denkens. Berlin.

Jäger, Margarete / Eggert, Sonja / Krämer, Julia / Pastoor, Reinhard 2002: Die zahnlose Kritik am Krieg und die fehlenden Perspektiven in der Kriegsberichterstattung der Medien, in: Jäger / Jäger (Hg.), 227-288.

Jäger Margarete / Jäger, Siegfried (Hg.) 2002: Medien im Krieg. Der Anteil der Printmedien an der Erzeugung von Ohnmachts- und Zerrissenheitsgefühlen, Duisburg.

Jäger, Siegfried 1999: Kritische Diskursanalyse. Eine Einführung. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Duisburg.

Jäger, Siegfried / Baldauf, Corudla / Jessen, Frank / Vollmer, Marcus 2002: Militär- und politstrategische Vorgaben in der Medienberichterstattung zum NATO-Krieg in Jugoslawien, in: Jäger / Jäger (Hg.), 119-172.

Keller, Reiner / Hirseland, Andreas / Schneider, Werner / Viehöver, Willy 2001: Handbuch Sozialwissenschaftliche Diskursanalyse, Band 1: Theorien und Methoden, Opladen.

Klemperer, Victor 1987: LTI. Notizbuch eines Philologen, 4. Auglage, Köln (zuerst 1947).

Klemperer, Victor 1995: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Tagebücher 1933-1941 und 1942-1945, Berlin.

Kirchner, Andrea / Kreischer, Sebastian / Ruth, Ina 2002: Bilder, die zum Handeln auffordern, in: Jäger / Jäger (Hg.), 29-72.

Kocar, Daniel 2002: Die angebliche Unvermeidbarkeit des NATO-Krieges in Jugoslawien, in: Jäger / Jäger  (Hg.), 73-118.

Küntzel, 2001: Deutschland und das Kosovo, in. Jäger Siegfried / Paul, Jobst (Hg.) „Diese Rechte ist immer noch Bestandteil unserer Welt“. Aspekte einer neuen Konservativen Revolution, Duisburg, 303-324.

Link, Jürgen 1999: Der diskrete Krieg der Profis, der die Normalität nicht berührt. Der Konflikt auf dem Balkan bracht „das Volk“ nicht, sondern stellt seine Bestandteile selbst her., FR-Dokumentation vom 18.6.1999.

Link, Jürgen / Link-Heer, Ursula 1994: Kollektivsymbolik und Orientierungswissen. Das Beispiel des „Technisch-medizinischen Vehikelkörpers“, Der Deutschunterricht 4, 44-55.

Link-Heer, Ursula 1999: Über die Verwandlung von „Asylanten“ in „Flüchtlinge“ durch den Krieg und ihre künftige Rückverwandlung, in Jäger, Margarete / Jäger, Siegfried / Link, Jürgen / Schulte-Holtey, Ernst (Hg.): Im Auge des Tornados. Gemeinsames Sonderheft des DISS-Journals und der kultuRRevolution, Zeitschrift für angewandte Diskurstheorie, 15-16.

Merten, Klaus 1994: Wirkungen von Kommunikation, in Merten, Klaus / Schmidt, Siegfried J. / Weischenberg, Siegfried (Hg.): Die Wirklichkeit der Medien, Opladen, 291-328.

Naumann, Klaus 2001: Das nervöse Jahrzehnt. Krieg, Medien und Erinnerung am Beginn der Berliner Republik, Mittelweg 36 Juni/Juli 2001, 25-44.

Prümm, Karl 1999: Wo ist die Wahrheit? Der Kosovo-Krieg und die Medien, epd-Medien Nr. 72, 15.9.1999, 4-10.

Schulte-Holtey, Ernst 2000: Das Ereignisdieses Krieges. Orientierungsversuche im Frühjahr 1999, in: Grewenig / Jäger, Margret (Hg.): Medien in Konflikten. Holocaust, Krieg, Ausgrenzung, Duisburg. 133-149.

Titscher, Stefan / Wodak, Ruth / Meyer, Michael / Vetter, Eva 1998: Methoden der Textanalyse. Leitfaden und Überblick, Opladen.

 

  1. Vgl. dazu Greiner 2001 oder auch Ignatieff 2001, 174ff. []
  2. »Zwischen Golfkrieg und Kosovokrieg wurden die politischen Weichen gestellt für eine veränderte sicherheitspolitische Präsentation der neuen Bundesrepublik.« (Greiner 2001, 25) []
  3. Dabei spielt auch der Kontakt zur Wählerschaft eine wichtige Rolle (vgl. Naumann 2001, 31). Die Zustimmung der Grünen zum Krieg ist für diese Partei zur Existenzfrage geworden. Vgl. dazu auch das Interview mit Jürgen Trittin in der TAZ  vom 30.4.99, das von Daniel Kocar in diesem Buch eingehend analysiert wird. (Vgl. Kocar 2002. []
  4. Das »Wahrheits«-Problem in Verbindung mit der Kriegsberichterstattung ist immer wieder Gegenstand journalistischer oder auch wissenschaftlicher Reflexion; vgl. z.B. Prümm 1999 oder Naumann 2001. Ignatieff (2001, 188f.) meint: »Die Wahrheit stirbt im Krieg immer zuerst, doch in einem virtuellen Krieg erzeugen die Medien die Illusion, daß wahr ist, was wir sehen.« Er ahnt hier, dass die Medien dazu beitragen, »Wahrheiten« zu erzeugen; allerdings nicht nur, wie er meint, in virtuellen Kriegen, sondern grundsätzlich. []
  5. Vgl. dazu etwa die heftige Polemik von Elsässer 2000 oder auch den Artikel von Küntzel 2001. []
  6. Vgl. dazu Ignatieff 2001, Naumann 2001, 184ff. []
  7. Darauf, dass Beginn und Fortführung eines Krieges sehr stark von der Zustimmung bzw. Hinnahme der Öffentlichkeit abhängt, verweist Ignatieff an vielen Stellen (vgl. etwa Ignatieff 2001, 168). []
  8. Bussemer 1999 ist in dieser Hinsicht anderer Meinung: »Die Angst vorm Mitwirken an der Meinungsmache ließ die Medien auf der Informationsebene beinahe vollständig verstummen.« (2) Dem können wir auf dem Hintergrund unseres Print-Medien-Archivs nicht zustimmen. Er zitiert aus der Zeitschrift journalist: »Scheinbare Fakten werden nicht mehr als die unumstößlichen Wahrheiten verkündet; es wird mehr in Frage gestellt, durch Hinweis auf die interessegebundene Quelle.« Und dies trifft zumindest teilweise zu, aber eben nur teilweise. []
  9. Ingesamt wurden 5308 Artikel ins Archiv aufgenommen. []
  10. So seit dem 12.4.1999 mehrfach in der FR. Vgl. zu diesem Problem auch Naumann 2001, 28 f. Vgl. auch Ignatieff 2001, welcher meint: »Die Öffentlichkeit im Westen tat ihr Bestes, um die Botschaften, die sie erhielt, zu decodieren und aus der propagandistischen Spreu auf beiden Seiten das kleine Körnchen Wahrheit herauszusieben.« (S. 185) []
  11. Vgl. dazu auch Bussemer 1999, der etwas zu optimistisch, aber im Kern völlig zutreffend, meint: »an die Spiegeltheorie des späten 19. Jahrhunderts – nach welcher Realität und mediale Wiedergabe identisch seien – glaubt am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts niemand mehr.« (1) []
  12. So der Titel eines Vortrags von Ernst Schulte-Holtey im Frühjahr 1999, abgedruckt in Schulte-Holtey 2000. []
  13. Dazu Merten 1994, 291–328, vgl. bes. 327f. []
  14. Vgl. dazu die Arbeiten Michel Foucaults und die Rezeption seiner Arbeiten bei Link, insbesondere in der Zeitschrift für angewandte Diskurstheorie kultuRRevolution, sowie in Jäger 1999. []
  15. Zur Anonymität des Krieges vgl. Link 1999 und Naumann 2001, 30. []
  16. Vgl. zu diesem Phänomen Link-Heer 1999. []
  17. Auf die inzwischen reichhaltige Literatur zu Diskurstheorie und Diskursanalyse soll hier nur verwiesen werden. Vgl. etwa das Literaturverzeichnis in Jäger 1999. []
  18. Das kann dazu führen, dass die Wahrheit vielfach als »komplex und unergründlich« erscheint; so Ignatieff 2001, 186. Ignatieff umkreist die Problematik, ohne zu einer klaren Bestimmung zu kommen, indem er schreibt: »Wir leben unser Leben über die Sprache und damit nur vermittelt. Wir sehen immer nur undeutlich durch ein Glas und nie von Angesicht zu Angesicht. Doch die Realität existiert auch dann, wenn sie verborgen ist, und durch Rückschlüsse und geduldiges Abwägen können wir ihre Umrisse erkennen. Nur ein genauer Blick auf das, was real ist, kann uns helfen, ein Urteil zu fällen und verantwortlich und zugleich wirkungsvoll tätig zu werden. Virtuelle Realität ist verführerisch.« (210) Bei ihm ist der Krieg als solcher virtuell, der Sieg ist virtuell, der Konsens ebenfalls, also nicht echt, nicht wirklich vorhanden. Doch gerade das Virtuelle ist das Vorhandene, Materielle, das die Wirklichkeit determiniert. []
  19. Gerade an dem Magazin FOCUS wird deutlich, wie falsch die Troubadour-Theorie ist. Bei den Fakten, auf die sich der FOCUS beruft, handelt es sich meist um in hohem Maße ideologisch aufgeladene, oft völkisch-nationalistisch orientierte Deutungen. []
  20. Vgl. dazu Klemperers LTI sowie seine Tagebuchaufzeichnungen während und nach dem Faschismus (Klemperer 1987, 1995) sowie M. Jäger/Jäger 1999a. []
  21. Vgl. zu den Bild-Medien auch Prümm 1999. Sein Lob der Printmedien können wir jedoch allenfalls insofern teilen, als dies im Vergleich zum Fernsehen geäußert wird, das »einen empfindlichen Legitimationsverlust hinnehmen« musste. (10) []
  22. An den Diskursen stricken alle mit und somit sind alle Menschen einer Gesellschaft an der Macht (beteiligt). Politiker und Medien, also die mediopolitische Klasse, dominieren jedoch in den Diskursen, denn sie haben leichten Zutritt zu den Medien, also auch so etwas wie Macht über die Diskurse, was allerdings auch als Resultat diskursiv-historischer Prozesse anzusehen ist. Mit »Macht über die Diskurse« ist nicht gemeint, wie der Agenda-Setting-Ansatz suggeriert, dass es einige wichtige Medien, Gruppen oder Einzelpersonen sind, die die Themen vorgeben, die dann gesellschaftliche Wirkung ausüben. Diskurstheorie geht demgegenüber davon aus, dass Themen, die in den Diskurs eingebracht werden, dies immer bereits im Diskurs zu bewerkstelligen haben. Der Diskurs ist demnach nicht »von außen« zu beeinflussen, sondern immer nur im diskursiven Kampf selbst. Dieser kann allerdings mit unterschiedlichen Machtausstattungen versehen sein, die sich diskursiv herausgebildet haben. Zum Agenda-Setting-Ansatz vgl. Merten 1994, 318ff. []
  23. So ist auch die Rede von sozialwissenschaftlicher Diskursanalyse, etwa bei Keller u.a. 2001. Auf jeden Fall greift es zu kurz, Diskursanalyse als ein rein sprachwissenschaftliches Konzept anzusehen, wie dies gelegentlich immer noch geschieht, etwa bei Titscher et al. 1998. []
  24. Zu den Ergebnissen dieser Teiluntersuchung vgl. Kocar 2002. []
  25. Zu den Ergebnissen dieser Teiluntersuchung vgl. Jäger / Eggert / Krämer / Pastoor 2002 []
  26. Zu den Ergebnissen dieser Teiluntersuchung vgl. Kirchner / Kreischer / Ruth 2002 []
  27. Zu den Ergebnissen dieser Teiluntersuchung vgl. Jäger / Baldauf / Jessen / Vollmer 2002 []
  28. Zu den Ergebnissen dieser Teiluntersuchung vgl. Cleve / Bertram / Karaoglu / Yilmaz 2002 []
  29. Für Verfahren qualitativer Sozialforschung, wie es das Konzept Diskursanalyse darstellt, sind Überlegungen zur Materialbasis überaus wichtig. Schließlich geht es darum, den Diskurs in einem bestimmten Zeitraum in seiner qualitativen Bandbreite vollständig zu erfassen. Vollständigkeit läßt sich im allgemeinen erst durch die Analyse selbst feststellen. Sie ist dann erreicht, wenn im Verlauf der Analyse auftauchende Materialien in inhaltlicher und formaler Hinsicht nichts Neues erbringen. Da dies erst durch die Analyse selbst ermittelt werden kann, empfiehlt es sich, zunächst mit einer sehr breiten Materialgrundlage zu beginnen, wie wir sie im Folgenden skizzieren. Diese kann dann gegenüber dem Gesamtarchiv (alle Artikel) reduziert werden, wie wir dies im Folgenden vorgenommen haben. Zur Überprüfung der Vollständigkeit ist jedoch auch erforderlich, die zunächst ausgeschiedenen Materialmengen daraufhin zu sichten, ob und inwieweit darin nicht aufgenommene wesentliche Aspekte auftauchen. Solche Überprüfungen haben ergeben, daß die Reduktion nicht zu Abstrichen an der qualitativen Vollständigkeit der Materialbasis geführt hat. Zur genaueren Begründung des Konzepts der Vollständigkeit vgl. Jäger 1999, 204–214. []
  30. Unter einer Diskursposition wird hier der (ideologische) Ort oder die Wissensgrundlage verstanden, von dem/der aus sich Einzelne, Gruppierungen oder Institutionen am Diskurs beteiligen und diese/n bewerten. Sie speist sich somit aus bisher verarbeitetem und rezipiertem Wissen. Dies bedeutet nicht, daß die Diskursposition eine statische Größe ist, sondern sich auch im diskursiven Geschehen verändert. (Vgl. M. Jäger 1996) []
  31. Die einzelnen Artikel wurden chronologisch je Zeitung/Zeitschrift archiviert. []
  32. Um hinsichtlich des Einsatzes von Bildern zu aussagefähigem Analysematerial zu gelangen, wurden zusätzlich die jeweiligen Aufmacher mitsamt den dazugehörenden Bildern von WAZ, TAZ und BILD erfasst. Für die FAZ erübrigte sich dies, da sie auf ihrer Titelseite nur selten Bilder präsentiert. Dies war auch während des NATO-Krieges in Jugoslawien der Fall. []
  33. Solche Mottos treten nicht in allen Zeitungen auf. Die Aufnahme des Mottos ist aber deshalb von Bedeutung, weil das Motto den Rezeptionskontext vorgibt, in welchem die Artikel Wirkung entfalten (sollen). []
  34. Berichte vom Geschehen, Reportagen, Kommentare, Interviews, Fremdbeiträge, Leserbriefe, Dokumentationen, Bilder. []
  35. Im einzelnen wurden folgende Aspekte codiert: Hinweise auf andere Kriege (Golf-Krieg, 2. Weltkrieg, Vietnam-Krieg etc.) Hinweise auf bzw. Vergleiche mit dem deutschen Faschismus; ethisch-moralische Argumente: humanitäre Hilfe, der Krieg und das Völkerrecht etc., Reflexionen über die Funktion von Medien; ökonomische Gesichtspunkte des Krieges und seine Folgen; ökologische Aspekte des Krieges und seine Folgen; technische, z.B. militärische Details; völkisch-rassistische Argumentationen und Begründungen; Hinweise auf Einwanderung und Flucht nach Europa bzw. Deutschland; militärische und politische Strategien. []

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