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DISS-JOURNAL 2/98 Veranstaltungen
ruhr uni 98 12.-20. November 1998, Ruhr-Universität Bochum "Hört auf zu studieren - fangt an zu denken!" - Unter diesem sinnigen Motto findet auch in diesem Jahr die mittlerweile fast schon traditionsreiche "rote ruhr uni" statt. Organisator dieser ca. zwei Wochen dauernden Veranstaltung ist ein rühriger Arbeitskreis gleichen Namens. In Zusammenarbeit mit dem ASTA-Referat für Kritische Wissenschaften soll ein weiteres Mal versucht werden, "ein fächerübergreifendes Forum für Gesellschafts- und Wissenschaftskritik" auf die Beine zu stellen, das "linken Positionen Raum" gibt, welche von der universitären und medialen Öffentlichkeit weitgehend ausgeblendet werden: ein Programm für Leute, die sich nicht mit geistiger Schmalspurkost zufrieden geben wollen und die immer noch der Meinung sind, daß die Veränderung der Verhältnisse ein gründliches Nachdenken über sie voraussetzt. Eingeladen sind diesmal Frigga Haug (über "Erinnerungsarbeit"), Sabine Kebir (über Brecht&Co), Hans-Georg Backhaus (über die marxsche Werttheorie), Thomas Laugstien (über Diskurs-theorie), um nur einige wenige zu nennen. Wer weitere Informationen will, wende sich an 0234-7007865 (Tel.) oder 0234-701623 (fax) oder rru @ koma.free.de (e-mail).
Jugendkriminalität in der Einwanderungsgesellschaft Überlegungen zu einem anderen Verständnis von Lebenslagen junger Menschen Universität zu Köln, Freitag, 19. Juni 1998 10.30 bis 20.00 Teilnahmebeitrag 45 DM (für Studierende und Arbeitslose 25 DM) Hinter der Debatte von der sogenannten Ausländerfeindlichkeit verbirgt sich eine Problematik, die ihren Ursprung im Wandel der Bundesrepublik von einem Auswanderungs- zu einem Einwanderungsland hat, in dem sich Menschen - entgegen den Beteuerungen der offiziellen Politik - dauerhaft hier niedergelassen haben und zum Teil dieser Gesellschaft geworden sind. Die Kriminalität nicht-deutscher Jugendlicher wird damit nicht mehr zur Kriminalität von Nicht-Deutschen, sondern von Einwanderern und deren Kindern. Der Kölner Workshop befaßt sich deshalb nicht mit Ausländerkriminalität; ein Begriff, der den Anschein erweckt, Kriminalität ließe sich aus der unterschiedlichen Nationalität erklären. Es geht vielmehr darum, sich der Kriminalität von nicht-deutschen Jugendlichen als einer Form von Jugendkriminalität zu nähern, die strukturelle Besonderheiten aufweist. Informationen und Anmeldungen: Sebastian K. Trautmann, EZW, Univerität zu Köln, Forschungsstelle für interkulturelle Studien, Gronewaldstr. 2, 50951 Köln
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