Im Krieg der NATO gegen Jugoslawien haben die Medien eine herausragende Rolle gespielt. Sie haben dazu beigetragen, Zustimmung zumindest aber Hinnahme des Krieges in der Bevölkerung zu organisieren. Durch ihre immer wieder beteuerte Haltung, Fakten bringen zu wollen, dies aber nicht zu können, durch die ständige Präsentation erschütternder Bilder, konnten sich Hilflosigkeit und Ohnmachtsgefühle ausbreiten, obwohl der Krieg durch die Bevölkerung weitgehend abgelehnt wurde. Daran konnten auch die kritischen Stimmen in den Medien nichts ausrichten. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse eines Lehrforschungsprojekts zur Medienberichterstattung während des NATO-Kriegs in Jugoslawien, das das DISS in Verbindung mit der Duisburger Universität durchgeführt hat und dessen Ergebnisse nun in Form einer Publikation vorliegen. Wie notwendig eine kritische Befassung mit den Medien ist, zeigt sich gerade zu Zeiten des 2. Krieges, in den deutsche Soldaten verwickelt sind.
Das Buch Medien im Krieg. Der Anteil der Printmedien an der Erzeugung von Ohmachts- und Zerrissenheitsgefühlen wird von Margret Jäger und Siegfried Jäger herausgegeben und im Januar 2002 vorliegen. (ISBN 3-927388-79-3, ca. 300 S., ca. € 17,50)