Der 11. September, so hört man, soll alles verändert haben. Jetzt erst ist Millennium: Wir seien im 21. Jahrhundert angekommen. Völlig neue Gefahren seien entstanden, die nach völlig neuen Antworten verlangten.
Tatsächlich stammen die bisher praktizierten völlig neuen Antworten aus der politischen Mottenkiste. Erst gibt es ein Ultimatum, dann fallen Bomben, dann marschieren Soldaten. Und Kanzler Schröder spricht wie Kaiser Wilhelm von bedingungsloser Solidarität (1914 hieß das „Nibelungentreue“).
Andererseits führen historische Analogien, so verblüffend sie auch sein mögen, nur bedingt weiter. Terror und Krieg im Jahr 2001 lassen sich nicht in die Schablonen der Vergangenheit pressen.
In diesem DISS-Journal versuchen wir Denkanstöße zu liefern, Erklärungen anzubieten, Beiträge zu leisten, um interventionsfähig zu werden.
Denn der 11. September ist tatsächlich ein Bruchpunkt. Nicht allein, weil Terror und Krieg neue Ausmaße angenommen haben und die Bundeswehr mitmacht.
Die Folgen des 11. September gehen tiefer. Sie könnten in eine neue „Normalität“ münden, die unsere Gesellschaft radikal verändert.
Das Schwerpunktthema des DISS-Journals heißt diesmal „Krieg und Terror“.
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