DISS-JOURNAL 5(2000)

 

 

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Wissen in der germanistischen Sprachwissenschaft

Colloquium "Wissenstransfer zwischen Experten und Laien. Umrisse einer Transferwissenschaft." 15.-17. September 1999 in Göttingen

Die Germanistik beschäftigt sich mit Wissen. Diese Bemerkung ist nicht ironisch gemeint, sondern anerkennend. Gerd Antos und Sigurd Wichter luden nach Göttingen ein, und mehr als vierzig GermanistInnen kamen, um den rund 20 Vorträgen zu lauschen. Die Hoffnung, Ansätze der sprachwissenschaftlichen Germanistik für eine Öffnung zu den benachbarten Human- und Sozialwissenschaften zu erleben, erfüllte sich durchaus - zumindest zum Teil. Gerd Antos skizzierte die Umrisse eines neuen germanistischen Paradigmas der Beschäftigung mit Wissen (bis hin zu gesellschaftlich brisanten Themen) und der Rolle, die dabei die Germanistik spielt. Auf diesem Hintergrund ging es um Fragen der Vermittlung von Wissen von Experten zu Laien (Ing Warnke), in Institutionen wie dem Gesundheitswesen (Ingrid Wiese), über die Medien (Matthias Jung), im Diskurs allgemein (Margret Jäger/ Siegfried Jäger), um kulturtypische Formen des Wissenstransfers (Kirsten Adamzik), um Sportberichterstattung, Wortschatz, Werbung und vieles andere mehr – teils in größerem Wurf, teils klein-klein, etwa zur Frage, wie Probanden mit der Rechtschreibung bei Nonsense-Wortschätzen klarkommen. Alles in allem – eine durchaus spannende Veranstaltung, untermalt von einem gemeinsamen Ausflug zum Wilhelm-Busch-Museum und Besichtigung einer knarrenden, doch wohlrestaurierten Wassermühle.

S.J.

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Copyright © 2000 Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung
Stand: 10. August 2006