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Jetzt kommen die Bilder aus Deutschland

Der Migrations- und Fluchtdiskurs in italienischen Medien

Von Jörg Senf, erschienen in DISS-Journal 30 (2015)

Über zweieinhalb Jahrzehnte waren es vornehmlich Bilder aus Italien, die den europäischen Mediendiskurs zum Thema Flüchtlinge speisten. Die kontinuierlich an die süditalienischen Küsten drängenden „vollen Boote“ – 1991 aus Albanien, später vor allem aus Nordafrika – boten eine Kollektivsymbolik,1 an der sich je nach örtlicher und politischer Distanz unterschiedliche Reaktionen, Ängste und Medienereignisse festmachen ließen.

Mit der Verschiebung der Fluchtbewegungen von der zentralen Mittelmeerroute, insbesondere auf dem Balkan-Landweg nach Nordeuropa, ist nun – im September 2015 – eine Inversion in der Bildspende eingetreten: Es sind Bilder aus Deutschland, Bilder deutscher ‚Willkommenskultur‘, die den italienischen Mediendiskurs zum Thema migranti/profughi (zumindest zeitweise) beherrschen. Ergibt sich daraus ein Bruch mit bestehenden Diskursmustern? Wie stellt sich die mediale Verarbeitung des Migrations- und Fluchtdiskurses derzeit in Italien dar?

Marrocchini, extracomunitari und clandestini

Seit Anfang der 1990er Jahre gehören Bilder von Flüchtlingen – in Boote gezwängt, im Meer ertrunken, abgefertigt in Häfen oder Auffanglagern – zu den Tagesthemen der italienischen Medien. Nicht nur die Bedeutung der Migration als Medienereignis ist seither relativ stabil geblieben, sondern auch deren diskursive Konnotate. In zwanzig Jahren Berlusconi-Herrschaft verbreitete sich über das hauseigene Medienimperium MEDIASET sowie den regierungstreuen öffentlichen Sender RAI1 ein rechtspopulistischer Mediendiskurs und wurde zur Normalität.

Vergangene Ängste vor den mori und turchi (aus dem Wissensvorrat der Sarazeneneinfälle) wurden im neuen Feindbild des einwandernden Fremden aus Nordafrika aktualisiert, im Volksmund nun der marrocchino. Besonders aus dem Lega-Nord-regierten Norden häuften sich infolgedessen, zumindest bis gegen Ende der Berlusconi-Medienmacht, Berichte von fremdenfeindlichen Kundgebungen mit Spruchbändern wie “Marokkaner raus aus Bergamo” (Nachricht vom 5.12.2010).2

Für die hegemonialen Medien waren Migranten und Flüchtlinge gemeinhin extracomunitari oder clandestini. Während in deutschen Medien durch die Bezeichnung „Asylanten“ ein Diskurs institutioneller Einordnungsversuche überwog, implizierte der in Italien übliche Terminus extracomunitari, dass die Betroffenen nicht nur von „außerhalb der Gemeinschaft“ (gemeint war die europäische) kamen, sondern auch dorthin gehörten und zurück sollten. Mit solcher Exklusions-Strategie häufig gekoppelt wurde der Hinweis auf die Gefahr der clandestini, der „Heimlichen“ (erste Bedeutung im Wörterbuch), die „illegal, gesetzeswidrig“ (abgeleitete Bedeutungen) unter uns lebten.

Eben dieser diskursiv konstruierte Status institutioneller Ausgeschlossenheit liegt bis heute in einer gesellschaftlichen Wirklichkeit vor Augen, in der Flüchtlinge – sofern sie nicht nach Nordeuropa weiter migrierten – ‚schwarz‘ in der Landwirtschaft ausgebeutet werden oder landesweit als ambulante Händler oder Scheibenputzer an Ampeln anzutreffen sind. Somit bleiben diese Gruppen weitgehend isoliert, Kontakte mit der überwiegend in einsprachig monokulturellem Habitus verharrenden italienischen Bevölkerung sind kaum in Sicht. Multiethnische Jugendsprachen3, wie sie sich derzeit in Nordeuropa verbreiten, lassen sich allenfalls ansatzweise beobachten.

Heute, nach Ende der Berlusconi-Ära, wird der populistisch fremdenfeindliche Diskurs vorwiegend von Lega-Nord-nahen Medien weiter getragen (dem Lega-Bundessekretär Matteo Salvini verweigerte Nigeria jüngst das Einreisevisum), auch Beppe Grillo vom (anfangs Piraten-ähnlichen) Movimento Cinque Stelle überrascht seit seiner Allianz mit Farage mit Konzessionen an national-populistische Ansichten. Als besonders wirkungsvoll erweist sich dabei derzeit, auch in Italien, das Konstrukt der islamizzazione dell‘Europa durch „demographische Invasion“ (der „wir uns bereits ergeben“ hätten, IL GIORNALE, 18.9.2015).

Buonismo und Verantwortung

Wird der Kontakt zu Migranten/ Flüchtlingen materiell gemieden, so findet er jedoch auf Distanz in Form menschlicher Anteilnahme statt. Und damit ist ein zweiter Diskursstrang angesprochen, der von den italienischen Medien bevorzugt inszeniert und mit dem Migranten-/ Flüchtlingsthema verschränkt wird.

Dass die Subjektivierung und Emotionalisierung individuell dramatischer Umstände – sei es aus der Lokalchronik oder der Weltgeschichte – in den italienischen Medien eine besondere Rolle spielen, belegen die halbstündigen öffentlich-rechtlichen Fernsehnachrichten, deren Hälfte gewöhnlich dem caso umano gewidmet ist, dem „menschlichen Vorfall“, bei dem bevorzugt Angehörige Verunglückter interviewt werden, in den Berlusconi-Medien auch weinende Mütter denunzierter Steuerbetrüger.Abbildung 1

 

 

 

 

 

 

 

Seit den 1990er Jahren Bilder „voller Boote“

Empathische Anteilnahme am Flüchtlingsdrama – deren Medienwirksamkeit sich ja beim Foto des ertrunkenen Flüchtlingskindes aus Syrien am 3. September 2015 weltweit unter Beweis stellte – verbindet sich in Italien mit unterschiedlichen diskursiven und nichtdiskursiven Formationen. Fremdenfeindliche rechte Medien etwa bedienen sich ergreifender Bilder der naufraghi (in Seenot geratene, Gestrandete), um Ausschließungsdiskurse zu legitimieren. Italien sei ja selbst ein Emigrantenland und „gewiss nicht rassistisch“. Man wolle den Betroffenen eben gerade solche Dramen ersparen: durch Exklusion a priori oder auch durch Kritik und Drängen auf ein rettendes Eingreifen der jeweils Zuständigen. Womit die Frage der Verantwortung ins Spiel kommt.

Für Herzensangelegenheiten bleiben primär die Katholische Kirche und NROs zuständig, deren humanitär verantwortliche Hilfe von allen Medien als selbstverständlich vermittelt wird. Auch dort, wo man sich aus ‚linker’ Position dem Flüchtlingsthema nähert, klingt eine christlich geprägte Begrifflichkeit durch; nach IL MANIFESTO kann die „Immigration von Bedrohung in Hoffnung verwandelt“ werden (Aufruf Immigrazione, la nostra risorsa, 29.9.2015).

In diesem Kontext vollzieht sich die derzeitige buonismo-Debatte, bei der Diskurse institutioneller Integration von Flüchtlingen seitens der xenophoben Rechten grundsätzlich als „Gut(menschen)tum“ abgetan werden. Bezeichnend ist hierzu die Stellungnahme des PD-nahen Publizisten Michele Serra: Die „vom buonismo besessenen […] Xenophoben und bornierten unter den Rechten“ hätten mit ihrer Kritik an Merkels „Verlogenheit und Zynismus“ in Sachen Migration „seit Jahren bloß Zeit und Worte vergeudet“, statt die Fähigkeit der Kanzlerin anzuerkennen, „mit Menschlichkeit und Intelligenz zu regieren“ (LA REPUBBLICA, L‘amaca, 13.9.2015).

Diskursmacht Deutschland

Aus Serras Kommentar geht die Bedeutung der Diskursmacht Deutschland hervor – als dritter der Diskursstränge, die sich in italienischen Medien seit den 1990er Jahren mehr oder weniger explizit mit dem Migrationsdiskurs verschränken. Deutschland kam dabei zunächst ins Gespräch als bevorzugtes Ziel eines „Migrantenflusses“, dessen erste ordnungsrechtliche und humanitäre Belastungen allein auf den Schultern Italiens blieben. Die über die Medien ersuchte Hilfe Europas stellte sich zunehmend in der Hilfe einer BRD dar, welche mit der Zeit in allen europäischen Grundsatzfragen verstärkt tonangebend wurde – und dabei vor Demütigungen Südeuropas nicht zurück schreckte.

Die hierdurch erfolgte terminologische Assimilation – d. h. die Übernahme der in Deutschland bereits länger üblichen Bezeichnung „Migranten“ in den italienischen Mediendiskurs ab 2013 – wurde übrigens von einer ‚borniert rechten‘ Presse missverstanden. Unter dem Titel „Das Duo Kyenge-Boldrini ordnet an: ‚Nennt sie nicht Immigranten sondern Migranten‘“ (SECOLO D‘ITALIA, 29.8.2013) nahm sie die sprachliche Umstellung von immigranti zu migranti zum Anlass, innenpolitisch gegen Frauen, Schwarze und comunisti zu hetzen: Cécile Kyenge von Partito Democratico ist kongolesischer Herkunft und war 2013 bis 2014 Integrations-Ministerin; Laura Boldrini von Sinistra Ecologia Libertà ist seit 2013 Parlamentsvorsitzende.

Italienische Medien am 17. September 2015 – ein synchroner Schnitt

Am 17. September 2015 sind seit den Bildern vom Hauptbahnhof München knapp zwei Wochen vergangen, ihre globale Medienwirkung ist abgeklungen. Deutsche und italienische Zeitungen behandeln auf den ersten Seiten Tagesthemen wie VW-Abgasaffäre, Orbáns Besuch bei der CSU, der Papstbesuch bei Obama. Schlagzeilen zum Thema Migranten/ Flüchtlinge gibt es nicht, doch möglicherweise existieren Kopplungen des jeweiligen Flüchtlingsdiskurses mit den Tagesthemen. Welche Kopplungen treten auf? Wo und wie ist zu diesem Zeitpunkt von Migranten/ Flüchtlingen die Rede? Ein synchroner Schnitt durch die Online-Versionen italienischer (und auch deutscher) Tageszeitungen geht dieser Frage durch Analyse der um 20.00 Uhr aufgenommenen Bildschirmfotos der jeweils ersten Seiten nach.

Es zeigt sich: Deutsche Zeitungen verschränken den Terminus Migranten/ Flüchtlinge vornehmlich mit der Inszenierung eines zielgerichtet institutionellen Vorgehens. Im Vordergrund stehen technisch-prozedurale Fragen: zum „Asylverfahren“, zu den „Plänen der Bundesrepublik“.4 Gleichzeitig verhärtet sich das Feindbild der Gegner der eigenen Pläne: Es häuft sich die Kritik an Ungarns Premier Orbán und die BILD spricht vom „Syrien-Schlächter Assad“.

In den italienischen Medien dagegen wird ein Gewirr gemischter Gefühle angesprochen beziehungsweise geweckt. Dabei bestätigt sich eine gewisse Kontinuität der drei oben genannten Diskursmuster. Fremdenfeindliche Stereotype tauchen unverändert in den Rubriken (nicht nur) rechts-populistischer Medien auf („verschwenden unser Geld“, IL GIORNALE; „Fünftausend Terroristen unter die Flüchtlinge gemischt“, IL TEMPO, Rubrik Emergenza terrorismo). Christlich humanitäre „Hoffnung“ wird in PD-nahen Medien mit dem Thema „Migranten“ verschränkt (LA REPUBBLICA, erste Seite, zum Anlass des Papst-Besuchs im Weißen Haus).

Deutschland indes erscheint am 17. September nicht explizit im Kontext von Migration. Die deutsche VW-Abgasaffäre findet auf den ersten Seiten stärkere Beachtung als vergleichsweise in deutschen Medien. Wäre Schadenfreude nicht ein kulturspezifisch deutscher Begriff, so ließe sich ein Hauch davon wohl zwischen den Zeilen der italienischen VW-Berichterstattung heraus lesen. Kommt jetzt die gerade erst in der Migrantenfrage demonstrierte deutsche Diskursmacht vielleicht doch ins Wanken?

Deutschland als (hegemonialer) Bildspender

Zurück zum globalen Medienereignis vom 5. September 2015. Es erscheint in allen italienischen Zeitungen auf der ersten Seite. Unter durchgängig ähnlichen Titeln, schlüssig zusammengefasst von IL FATTO QUOTIDIANO in „Migranten. Deutschland und Österreich öffnen die Grenzen. Merkel: ‚Unbegrenzte Asylanträge‘. Syrier in München mit Applaus und EU-Hymne empfangen“. Der Akteur Deutschland tritt in der Überschrift gleich dreimal auf (redundant im Metonym Merkel und dargestellt am Bahnhof München), begleitet vom Bild rührender und zugleich wohlgeordneter Menschlichkeit.

Abbildung 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[IL FATTO QUOTIDIANO, 05/09/2015]

Die deutsche Diskursmacht zeigt dieses Mal das Zuckerbrot, so etwa die unterschwellige Reaktion der italienischen Öffentlichkeit. In diesem Zusammenhang auftretende ‚gemischte’ Gefühle haben ihre Wurzeln in der „schleichenden Entfremdung“ zwischen Deutschland und Italien, die der Politologe Gian Enrico Rusconi 2008 auf die Regierungspraxis Berlusconis zurückführte5 und um deren Abbau sich derzeit Renzi bemüht.

2011/12 beherrschten die bundesdeutschen Ansprüche zu erledigender „Hausaufgaben“ über Monate die ersten Seiten der italienischen Medien. Unabwendbares Schlag- und Angstwort war der spread (zwischen den italienischen und deutschen Staatsanleihen), kritische Publizisten sahen für Italien eine democrazia dello spread voraus (Massimo Giannini, LA REPUBBLICA, 17.11.2011), bewertet am Grad der Abweichung von der Normalität deutscher Hegemonie.

Besonders mit der Wiederwahl Merkels 2013 und ihrer erneut oppositionslosen Großen Koalition – von den Beteiligten ja selbst explizit mit „Deutschlands Verantwortung in der Europa-Krise“ gerechtfertigt – wird die Rolle Deutschlands in Europa, die Gefahr, es könnte den Kontinent beherrschen, zumindest in der kritischen Öffentlichkeit Italiens zunehmend zum Gegenstand der Debatte.6

Richtete sich die Machtwirkung des deutschen Schuldendiskurses in der Folgezeit nun vorwiegend gegen Griechenland, so sympathisierten die italienischen Medien eher mit Varoufakis als mit Schäuble.7 Es überwog die Empfindung, dem griechischen Schicksal um ein Haar entgangen zu sein, in einer Realität, in der nicht nur für die BILD-Zeitung die Akteure „Europa – wir – die Märkte“ zu austauschbaren Synonymen wurden, sondern auch in italienischen Medien die Varianten Europa – la Germania/ Berlino/ Merkel – i mercati zu einer einzigen Größe zu verschmelzen begannen.

Abbildung 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[L’UNITÀ, 06/09/2015]

 

Vor diesem Hintergrund verbindet sich nun – im italienischen Mediendiskurs September 2015 – die jüngste Bildspende Deutschlands zum Thema Flüchtlinge mit Aussagen über die deutsche Diskursmacht. Bezeichnend dafür ist ein Artikel aus L‘UNITÀ, dem seit kurzem sorgfältig gestylten Organ der Renzi-Regierung. Unter dem Titel „Merkel, vom kleinen Führer zur Flüchtlings-Retterin“ heißt es, Angela Merkel sei von der „herzlosen Aushungerung zahlungsunfähiger Griechen“ zur Rolle der „mummy“ (engl. im Text) umgeschwenkt, „die die Flüchtlinge rettet“. Und abschließend – nach Beschreibung der deutschen Pläne und einem Appell an andere EU-Länder, dem Vorbild der Grenz- oder Zielländer wie Italien und Deutschland zu folgen – wird bemerkt, es sei „auch der Moment gekommen, der pangermanischen Perspektive Europas Einhalt zu gebieten“, denn „eine wahre Union kann die Grundsatzentscheidungen über wirtschaftliche wie gesellschaftliche Integration nicht einem einzigen Mitglied überlassen“ (L‘UNITÀ, 06/09/15).

Jörg Senf ist Professor für Deutsche Sprache am Fachbereich Politikwissenschaften der Università di Roma ‚Sapienza‘.

  1. S. dazu: Das „Sysykoll“. Kollektivsymbolik als diskurstragende Kategorie, am Beispiel von Konfliktdiskursen. In: Margarete Jäger / Siegfried Jäger 2007: Deutungskämpfe. Theorie und Praxis Kritischer Diskursanalyse Wiesbaden: VS Verlag. 39-59, besonders 47. []
  2. Zum mediodiskursiven Tumult in dieser Zeit s. Senf, J. 2011: Das Ende der Berlusconi-Ära? Deutungskämpfe und Sagbarkeitsfelder in den italienischen Medien. In: Rolf van Raden / Siegfried Jäger (Hg.): Im Griff der Medien. Krisenproduktion und Subjektivierungseffekte. Münster: Unrast. 201-222. []
  3. Hierzu Wiese, H. 2012: Kiezdeutsch. Ein neuer Dialekt entsteht, München: C.H. Beck. Vgl. auch Senf, J. 2015: Kiezdeutsch außerhalb des Kiez – Verbreitung, Inhalte, Deutungskämpfe. Paris: Hermann, i.E. []
  4. Besonders typisch für diese Haltung ist ein Artikel der FAZ vom 27.09.15, der unter dem Titel „Wie gut klappt die Unterbringung von Flüchtlingen?“ Ergebnisse der Meinungsforschung auch in Grafiken veranschaulicht. []
  5. Rusconi, G. E. 2008: Die politischen Wurzeln der schleichenden Entfremdung. In Gian Enrico Rusconi / Thomas Schlemmer / Hans Woller (Hg.): Schleichende Entfremdung? Deutschland und Italien nach dem Fall der Mauer. München: Oldenbourg. 9-16. []
  6. Eine am 8. Oktober 2013 vom Studierenden-Kollektiv der Uni Rom (Sapienza, Politikwissenschaften) organisierte Diskussion über „die Zukunft Europas nach Merkels Sieg“ kann als Beispiel für die zunehmende kritische Haltung stehen. Das Flugblatt dazu zeigt eine Nahaufnahme Merkels auf Augenhöhe und Straßenkämpfe in Griechenland. []
  7. In dem scheinbar mühelosen Ausschluss eines Gegenspielers, der „das systematische Wachstum […] einiger Länder gegenüber dem wachsenden Defizit anderer“ wissenschaftlich zu erklären suchte, offenbarte sich das dezidiert ungleiche Kräfteverhältnis dieses Deutungskampfes. Zitat nach der italienischen Version Varoufakis, Y. 2012: Il Minotauro globale. Triest: Asterios, 244. []